Thymustherapie: Der Einsatz von BRM's in der Praxis

In der Thymustherapie kommen BRM´s (Biological Response Modifiers) mit nachgewiesenen immunmodulierenden Wirkungen zum Einsatz.


Die Thymus- und Milzpeptide sind BRM´s mit nachgewiesenen immunmodulierenden Wirkungen, sie kommen bei der Thymustherapie zum Einsatz. Der Arbeitskreis Immunmodulation in Hamburg hat über Jahrzehnte international wissenschaftliche Arbeiten gesammelt. Besonders die Zubereitungen als Gesamtextrakte bewährten in der Klinik und Praxis. Voraussetzungen einer erfolgreichen Thymustherapie mit diesen Immunpeptiden sind die Einbeziehung basismedizinischer Maßnahmen von psychosozialen, orthomolekularen und bewegungstherapeutischen Anwendungen.

Die Selbstherstellung von Biological Response Modifiers
Organpeptide aus Thymus und Milz sind als Rezeptur - Arzneimittel aus der Apotheke oder als Selbstherstellung in einer Laborgemeinschaft zu bekommen. Die Selbstherstellung ermöglicht der Herstellung von Organpeptiden natürlicher Herkunft bei Erhalt ihrer komplexen ursprünglichen Beschaffenheit und in Darreichungen, die im Handel nicht erhältlich sind. Das Arzneimittelgesetz erlaubt diese Art der Herstellung solange Hersteller und Anwender identisch. In Anlehnung an die WHO – Richtlinien zur Herstellung von Arzneimitteln (GMP) werden die Organpeptiden im Reinraumlabor selbst hergestellt. Definierte Herstellungsvorschriften, die Verwendung hochwertiger Ausgangsstoffe, kontinuierliche Kontrollen sowie die Prüfung auf Sterilität, Pyrogenität und Toxizität sichern in der Selbstherstellung eine sehr gute Qualität.

Diagnostik für die Thymustherapie mit Thymus- und Milzpeptiden
Erfahrende Immuntherapeuten erreichen mit einer sorgfältig erhobenen Anamnese und körperlichen Untersuchung sowie einfachen Labortests sichere Diagnosen und Therapieentscheidungen aus. Für ausgesuchte Fälle (z.B. seltene Formen von Immundefekten oder auch bei Streitfällen zur Kostenübernahme) ist es sinnvoll, nach einem Stufenplan für die Immundiagnostik einzusetzen.

 
Diagnostische Abklärung von Immundefekten:

  • Anamnese und Körperstatus:
  • Anamnese: Familie; Infekte; Tumore; Reisen u.s.w.; Exploration der 4 Grenzflächenorgane (Haut, Respirationstrakt, Gastrointestinaltrakt, Urogenitaltrakt)
  • Exploration der lymphatischen und hämatopoetischen Organe (z.B. Rachenring, Lymphknoten, Milz) 
  •  Einfache Labortests: BSR, BB, Leber, Niere, Serumproteine, Elektrolyte, BZ, Blutfette, Immunglobuline (IgM, G,A,E), spezielle AK (z.B. HIV, HBV, EBV, CMV, AST), Komplementsystem, Akute-Phase-Proteine, (z.B. CRP), Autoantikörper, Kulturen von Bakterien, Pilzen und Viren
  • Großer Immunstatus: Typisierung von T-, B- NK-Zellen, Monozyten und Granulozyten, Lymphyzytenproliferations-Tests, Test der zytotoxischen Lymphozytenfunktion, AG-Präsentation, (z.B. Makrophagen), Ig-Synthese, Prüfung der Th1- und Th2-Funktionen, Analyse von Gendefekten, Bestimmung von Granulozyten-Markern, Prüfung der Granulozyten-Funktionen. Untersuchung von endokrinologischen Aspekten, Immunfunktionstests (z.B.IL2-Expression gegenüber Recall-Antigen, ModulatorCheck® miot der Fragestellung : TH1/TH2-Zytokininduktion durch Immunological Response Modifiers (IRM), Bestimmung der zytotoxischen Aktvität der NK - Zellen gegenüber einer definierten Tumorzell-Linie (z.B. K562)

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Für die Inhalte dieses Artikels ist der Verfasser Dr. med. Torsten-U. Niecke verantwortlich.