Tiefengrund - Funktionen und Tipps für die Anwendung

Tiefengrund ist eine sehr praktische und leicht zu verarbeitende Untergrundbehandlung.


Für den Profi oder privaten Heimwerker ist Tiefengrund leicht zum Einsatz zu bringen. Der Handel bietet verschiedene Ausführungen und Gebinde an, so dass jeder Untergrund, egal in welchem Maß, optimal bearbeitet werden kann.

Die verschiedenen Ausführungen und Einsatzmöglichkeiten
Tiefengrund gibt es in vier verschiedenen Ausführungen: in transparent wasserverdünnbar, transparent lösemittelverdünnbar, pigmentiert wasserverdünnbar und pigmentiert lösemittelverdünnbar. Transparenter wird bei porösen, saugenden und sandenden Untergründen verwendet, da er festigend und ausgleichend wirkt. Pigmentierter wird bei wenig saugenden, glatten, festen und dichten Untergründen verwendet, gleicht schwache oder nicht saugfähige Flächen aus und hat eine haftvermittelnde Wirkung. Pigmentiert-Lösemittelverdünnbarer kann auch zur Auffrischung von Altanstrichen verwendet werden. Lösemittelverdünnbaren setzt man ein, wenn der Untergrund stark mehlend, kreidend oder wassersaugend ist. Aufgrund der verwendeten Lösemittel dringt er tiefer in den Untergrund ein und festigt so den Untergrund besser. Wasserverdünnbaren setzt man bei leicht sandenden, porösen Untergründen ein, kann aber auch für die gleichen Untergründe, wie der Lösemittelhaltige eingesetzt werden. Es kann aber passieren, wenn der Untergrund zu viel Wasser saugt, dass das enthaltene Wasser schneller aufgesaugt wird und die enthaltenen chemischen Mittel nicht zur Wirkung kommen. Das erkennt man an einem glänzenden Film auf dem Untergrund, der vor einer neuen oder weiteren Behandlung entfernt werden muss.

Die Anwendung und was zu beachten ist
Tiefengrund kann überall verwendet werden, wo ein Boden, eine Wand oder eine Decke mit mineralischen Untergrund (zum Beispiel Gips, Kalk, Zement, Beton) im Innen- oder Außenbereich bearbeitet werden soll und eine Grundierung notwendig ist. So zum Beispiel vor dem Tapezieren, vor dem Anstreichen, vor dem Verputzen, vor dem Verspachteln oder zum Auffrischen. Vor der Behandlung muss der Untergrund trocken, sauber, staubfrei, tragfähig und trennmittelfrei sein. Groben losen Rückständen kann man mit einer Drahtbürste zu Leibe rücken. Dabei wird er immer gleichmäßig, unverdünnt mit einer Bürste, Rolle oder Quast aufgetragen. Er darf nicht mit anderen Farben oder Substanzen vermischt und nicht unter +5° verarbeitet werden. Vor Gebrauch ist er aufzurühren. Trocknungszeiten und den Verbrauch pro Quadratmeter muss man dem einzelnen Produkt entnehmen, das Sie verarbeiten möchten, da diese unterschiedlich ausfallen. Erst nach der vollständigen Austrocknung kann mit der weiteren Bearbeitung der Fläche begonnen werden. Der Kontakt mit Haut und Augen ist zu vermeiden. Bei Kontakt mit der Haut und Augen muss der Tiefengrund im noch feuchten Zustand sofort abgewaschen oder ausgespült werden. Gegebenenfalls ist ein Arzt zu konsultieren. Bei sachgemäßer Anwendung des Tiefengrundes werden Sie viel und lange Freude an der zu bearbeitenden Fläche haben.