Tiere und Tierschutz: Jeder kann etwas tun

Sie mögen Tiere? Dann sollten Sie auch aktiv etwas für deren Erhaltung tun.


Nur manchmal nehmen wir all die kleinen und großen Wunder wahr, die uns umgeben: zwei sich im Park balgende Hunde, nestbauende Schwalben oder ein Regenwurm, der nach einem Regenschauer seinen Kopf aus der nassen Erde steckt. Dabei sollten wir viel öfter der Natur- und Tierwelt unsere Aufmerksamkeit schenken. Denn wer weiß, wie lange wir uns noch an ihr erfreuen können.

Faszination Tierwelt
Die Biologie teilt sämtliche Arten zunächst in Wirbeltiere und Wirbellose. Danach untergliedern sich die zahlreichen Tiere weiter. Aus tierschutzrechtlicher Sicht spricht man von Wild- und Haustieren. Letztere unterteilt man erneut in Nutz- und Heimtiere. Diese eher langweilige Systematisierung verrät nichts von der unendlichen Faszination, die von Tieren ausgeht. Denn auch im Tierreich herrscht das Prinzip „Höher, schneller, weiter“. Wussten Sie beispielsweise, dass nicht etwa ein Bär das stärkste Tier der Welt ist, sondern eine unscheinbare Ameise ? Diese kann nämlich bis zum 50-fachen ihres Körpergewichtes tragen. Gigantisch ist auch der Blauwal, der als das derzeit größte Säugetier gilt.
Schneller als jeder amerikanische Supersprinter ist nur noch der Gepard, der mit einer Geschwindigkeit von 100 Kilometern pro Stunde jedem Donovan Bailey oder Carl Lewis das Wasser reichen kann. Zu den intelligentesten Tieren gehören Schimpansen und Delfine, die sogar eine Form der Sprache erlernen können.

Die Rote Liste
Die „International Union for Conservation of Nature and Natural Ressources“ (IUCN) veröffentlicht jedes Jahr im Internet die sogenannte Rote Liste mit allen vom Aussterben bedrohten Arten. Mittlerweile sind fast 38 Prozent aller Arten weltweit bedroht. Die tatsächliche Zahl könnte sogar noch höher ausfallen, da über viele Arten nicht genügend Informationen vorliegen. So sind seit 1500 etwa 76 Säugetierarten für immer von unserem Planeten verschwunden. Das ist deshalb so dramatisch, weil Säugetiere für unser Ökosystem eine sehr wichtige Rolle spielen. Sterben Affen und Co. zieht das unweigerlich den Tod anderer Arten nach sich.
Hauptursache für das Artensterben ist noch immer der Mensch. Er sorgt (bewusst) für den Verlust von Lebensräumen, verschmutzt die Umwelt und jagt Tiere, um sie zu essen oder als Mode-Accessoires zu verarbeiten. Zwar haben etliche Tierschutzinitiativen bereits Erfolge gezeigt, es konnten einige nahezu ausgestorben Arten wieder eingeführt werden, jedoch ist die Situation denkbar ernst.

Aktiv etwas für den Tierschutz tun
Jeder kann sich ehrenamtlich für den Tierschutz engagieren, zum Beispiel in Tierschutzorganisationen. Bei der Auswahl sollten Interessierte aber sehr auf Seriosität achten, damit das Geld auch wirklich den Tieren zugute kommt. Hilfreich ist hierbei das diz-Spendensiegel. Weitere Maßnahmen sind Patenschaften für Tierheim- oder Zootiere, der Verzicht auf tierische Lebensmittel oder die Teilnahme an friedlichen Demonstrationen. Selbst Haustierhalter können dazu beitragen, dass Tiere so behandelt werden, wie es ihnen zusteht.