Tierversand – Verlassen Sie sich lieber auf Experten

Ein Tierversand sollte sich stets nach den Bedürfnissen des jeweiligen Tieres richten, weshalb der Transport einiger Tiergattungen abgelehnt wird.


Die Bezeichnung Tierversand hinterlässt bei vielen Tierfreunden einen negativen Beigeschmack. Allein die Vorstellung, dass ein ängstliches Tier eingepfercht in einem Paket verschickt wird, ruft bei vielen Angst und Wut hervor. Doch zum Glück läuft ein Tiertransport in der Regel um einiges tierverträglicher ab. Ob und wie ein Tier transportiert wird, hängt in der Regel vor allem von der jeweiligen Tierart ab.

Tiertransporteure befördern nicht jede Tierart
So werden Katzen und Hunde von vielen Tiertransporteuren erst gar nicht überführt, denn ein Transport der beliebten Haustiere setzt eine zusätzliche Betreuung während der kompletten Transportzeit voraus. Auch der Tierversand von Giftschlangen oder größeren Schlangenarten wird von vielen Kurierdiensten schon im Vorfeld abgewunken. Der Grund hierfür ist einfach nachzuvollziehen, denn ein einzelner Kurierfahrer wird sich gegen eine große Schlange kaum alleine behaupten können. Zudem unterliegt der Tierversand von Giftschlangen einigen wichtigen Auflagen, wie beispielsweise der Vorrätigkeit von entsprechenden Gegengiften. Auch der Transport von kranken oder verletzten Tieren wird in der Regel lieber abgelehnt, denn die Tiere würden sich durch diese zusätzliche Stresssituation überanstrengen. Anders verhält es sich hingegen bei wirbellosen Tieren. Der Transport von ungiftigen Tieren dieser Gruppe gestaltet sich um einiges einfacher, denn sie können ganz einfach über verschiedene Paketdienste versandt werden. Für einen tierfreundlichen Versand ist es jedoch notwendig, dass die Verpackung den Vermerk „Vorsicht, zerbrechlich“ aufführt. Um lange Transportzeiten zu vermeiden, empfiehlt sich die Wahl einer Expresslieferung.

Mögliche Verpackungsvarianten für einen gefahrlosen Tiertransport
Im Sinne der Tiere sollte der Tierversand immer artgerecht ausgeführt werden. Diese äußerst wichtige Regel bezieht sich zu aller erst auf die Verpackungsgröße. Diese muss dem Tier soviel Freiraum bieten, dass es sich zumindest ein wenig bewegen kann. Des Weiteren sollte jede Verpackungsart über eine ausreichende Luftzufuhr verfügen. Vor Reiseantritt sind die Tiere zu füttern und zu tränken, sodass sie während des Transports weder hungern noch dürsten müssen. Ist der Transportweg sehr lang, ist dem Tier ausreichend Futter und Wasser mitzugeben. Hierbei sollte man jedoch darauf achten, dass von dem Futter sowie von der Wassertränke keinerlei Gefahren ausgehen. Auch in Bezug auf die Verpackungsart gibt es für jedes Tier besondere Richtlinien. So sollten kälteempfindliche Tiere, wie beispielsweise Schlangen, während der Winterzeit in einer isolierenden Styroporbox und einem Leinensack befördert werden. Damit der Wärmeverlust nicht zu hoch ausfällt, können Heatpacks oder Wärmeflaschen beigelegt werden. Für Hunde, Katzen oder Nagetiere eignen sich hingegen stabile Tierboxen. Zudem sollte man darauf Acht geben, dass jede Verpackung oder Box für den Tierversand gut gesichert ist, sodass die Insassen nicht ausbrechen können.