Tipps zum Clever Möbel kaufen

Wer clever Möbel kaufen will, sollte sich aber nicht nur vor dem Gang zum Möbelhaus gut rüsten, auch vor Ort müssen einige Dinge beachtet werden, damit sich das vermeintliche Schnäppchen nicht als Fehlkauf herausstellt


Vorbereitung ist beim Möbelkauf das A und O, wenn man clever Möbel kaufen will. Denn mangelnde Planung kann in Käufen enden, die man nicht so leicht rückgängig machen kann. Wer sich neue Möbel kauft, sollte sich aber nicht nur vor dem Gang zum Möbelhaus gut rüsten, auch vor Ort müssen einige Dinge beachtet werden, damit sich das vermeintliche Schnäppchen nicht als Fehlkauf herausstellt. Hier eine kleine Übersicht mit den wichtigsten Tipps.

Kaufpreis - alle Komponenten beachten
Achten Sie darauf, bei Preisvergleichen alle Bestandteile des späteren Kaufpreises einzurechnen. Wird die Ware angeliefert? Nur bis zur Bordsteinkante oder auch bis in den dritten Stock? Wer packt aus, wer montiert? Hier trennen sich Spreu und Weizen ganz schnell. Handelt es sich um Lagerware oder wird auch der Händler erst bestellen müssen? Hier drohen lange Lieferzeiten.

Ordnung muss sein
Nur wer mitnimmt, kommt mit einer Quittung aus. Bestellen bedeutet auch immer, dass ein schriftlicher Vertrag aufgesetzt wird. Nehmen Sie sich die Zeit, auch das Kleingedruckte zu lesen. Hier verstecken sich unter Umständen Regelungen für den Lieferverzug, die Reklamationsbearbeitung oder auch für Garantieleistungen, die Sie unbedingt lesen müssen. Wird eine Anzahlung verlangt? Hier sollten 20 Prozent reichen. Denken Sie auch daran, dass alle Einzelteile auf der Bestellung aufgeführt sein müssen. Hinterher wird es schwer sein, etwas anderes zu beweisen.

Lieferzeiten kann man auch anders umgehen
Schauen Sie sich doch einmal das Ausstellungsstück genau an. Vielleicht will der Händler ja seine Räumlichkeiten bald schon umgestalten. Wenn Sie ihm anbieten, das Schaustück zu kaufen, womöglich schon mit einem kleinen Kratzer versehen, wird er Ihnen vielleicht mit einem Angebot entgegenkommen.

Rabatt ausgeschöpft? Leistung ansprechen!
Und wenn Rabatte nicht so locker sitzen, versuchen Sie doch einfach, aus dem Abhol- einen Lieferpreis, aus dem Liefer- einen Montagepreis zu machen. Hier hat jeder Verkäufer noch einen zusätzlichen Handlungsspielraum, denn diese Positionen stehen ja nicht offen auf der Rechnung. Interessant für Sie: Wenn die Möbel nur bis vor die Haustür geliefert werden, endet dort auch die Haftung des Händlers für Transportschäden. Zu schade, wenn dann beim Tragen durch das Treppenhaus die Kräfte schwinden.

Möbel auf Raten?
Mehr und mehr wird es den Käufern vermeintlich leicht gemacht, eine neue Wohnungseinrichtung anzuschaffen. Kredit ist das Zauberwort. In Prospekten werden die eigentlichen Möbelpreise nur noch ganz klein gezeigt, groß dagegen der Betrag, der monatlich „nur“ bezahlt werden muss. Doch hier ist Vorsicht geboten. Ein Kredit belastet das Haushaltsbudget über eine lange Zeit. Vermeintlich günstige Raten verlängern die Laufzeit. Achten Sie auf den effektiven Jahreszins, den jeder Anbieter angeben muss. Vergleichen sie diese Daten mit einem Angebot Ihrer Hausbank. Will Ihre Bank lieber keinen Kredit herausrücken? Dann sollten Sie auch beim Möbelhaus das Thema meiden, denn man wird sich dort auf jeden Fall bei der Schufa oder Ihrer Hausbank rückversichern.
In einem bezahlten Bett, so sagt man, schläft es sich besser. Wer clever Möbel kaufen will, sollte nicht auf Kredit kaufen.