Bezüglich der Tischordnung gibt es viele Regeln. Gleichzeitig verlangt sie vom Gastgeber viel Fingerspitzengefühl – schließlich steht und fällt der Abend daran, ob die Gäste sich gut miteinander unterhalten.
Feste Regeln
Organisiert man eine etwas formellere Feier, gibt es bezüglich der Sitzordnung jedoch einige unumstößliche Regeln. Verlobte sitzen beispielsweise immer zusammen, Ehepaare dagegen nie, außer ihr Hochzeitstag wird gefeiert. Am besten ist es abwechselnd eine Frau, dann wieder einen Mann zu setzen. Der Herr links von der Dame ist ihr Tischherr, ihm kommt die Aufgabe zu, ihr den Stuhl zurechtzurücken und sich mit ihr zu unterhalten. Der männliche Ehrengast sitzt normalerweise links von der Gastgeberin, ein weiblicher Ehrengast sitzt rechts vom Gastgeber. Ebenfalls wichtige Gäste sitzen normalerweise links von den Gastgebern.
Den Platz zuweisen
Es ist die Aufgabe des Hausherrn, den Gästen ihre Plätze zuzuweisen, ein Merkzettel wirkt unangenehm, eine elegantere Lösung sind Tischkarten. Diese sind insbesondere dann von großem Nutzen, wenn es sich um eine größere Gesellschaft handelt und sich viele der Gäste untereinander nicht kennen. Traditionell werden die Tischkarten mit Tinte beschriftet. Es kann sinnvoll sein, sie von beiden Seiten zu beschriften, so können sich die Gäste gleich mit Namen ansprechen.
Auch wenn Sie Tischkarten verwenden, geleiten Sie den Gast an seinen Platz. Ein Vertauschen der Platzkarten ist nicht angemessen. Macht die Gastgeberin Anstalten sich zu setzen, ist das das Zeichen für die anderen, ebenfalls Platz zu nehmen, der Tischherr kann nun der Tischdame den Stuhl zurechtrücken.
Die Anordnung der Tische
Handelt es sich um eine größere Feier, die Sie ausrichten, beispielsweise eine Hochzeit oder ein runder Geburtstag, sollten Sie sich nicht nur über die Sitzordnung, sondern auch über die Platzierung der Tische Gedanken machen. Denn wie die Tische stehen, hat ebenfalls einen großen Einfluss auf den Verlauf des Abends.
Eine Blockform ist beispielsweise nur für etwa 20 Gäste geeignet, sie fördert dafür das Gespräch. Sollen die Ehrengäste, beispielsweise ein Brautpaar, hervorgehoben werden, empfiehlt sich die T-Form. Die U-Form ist gerade bei größeren Gesellschaften sehr beliebt, da sie sehr festlich wirkt. Leider kann sie auch etwas starr sein. Die Sternform, also eine lange Tafel und rundherum viele kleinere Tische ist ebenfalls für größere Gesellschaften geeignet. Auch hier gelingt es sehr gut, den Ehrengast hervorzuheben, die Verwandtschaft wird durch einen Platz an der langen Tafel ebenfalls bestens untergebracht. Freunde, Kollegen und Verwandte finden an den kleineren Tischen Platz. Diese Form der Tischordnung wirkt festlich, sorgt aber dennoch für eine lockere Stimmung.