Tollwut Impfung - Bei Ausbruch nahezu immer tödlich

Die Infektionskrankheit Tollwut wird meist durch ein bereits infiziertes Tier übertragen. Ein Impfschutz durch eine Tollwut Impfung ist besonders bei Reisen nach Südostasien, Afrika und Lateinamerika sehr wichtig


Bei der Tollwut handelt es sich um eine tödliche Infektion mit dem Tollwut-Virus. Die Krankheit ist auf der ganzen Welt verbreitet. Eine Infektion mit dem Virus erfolgt in der Regel durch den Biss eines bereits erkrankten Tieres, bei dem sich der Tollwut-Virus auf den Menschen überträgt. So kommt es immer noch jährlich weltweit zu 60.000 Tollwuterkrankungen beim Menschen. Sobald die Erkrankung ausbricht, gibt es keine Heilungschancen. Die Krankheit verläuft nahezu immer tödlich. Bisher ist nur der Fall eines Mädchens bekannt, dass die Tollwut in jungen Jahren überlebte.

 

Haustiere als Virusträger
Man findet den Tollwuterreger in den industrialisierten Ländern in erster Linie bei wild lebenden Waldtieren. Vor allem Füchse gelten als Hauptvirusträger. Durch sie kann auch eine Übertragung auf Haustiere stattfinden. Damit gelten Hunde und Katzen für den Menschen als die häufigste Infektionsquelle. Indem man eine Tollwutschutzimpfung mit Impfködern bei den Füchsen vorgenommen hat, konnte man die tödliche Krankheit in Europa erfolgreich eindämmen, sodass in diesen Regionen nur noch vereinzelt Fälle von Tollwut auftreten. In Südostasien, Afrika und Lateinamerika ist die Krankheit jedoch noch nicht eingedämmt und es kommt immer wieder zu neuen Erkrankungsfällen.

 

Symptome einer Tollwut Infektion
Die Tollwut beginnt mit Kopfschmerzen und Fieber. Im späteren Stadium bekommt der Erkrankte panische Angst vor Wasser, was zu Krämpfen und Aggressionen führt. Da das Schlucken von Speichel auch Krämpfe auslöst, lassen an Tollwut erkrankte Lebewesen in der Regel einfach den Speichel aus dem Mund fließen, damit sie ihn nicht schlucken müssen. Gegen Ende der Krankheit lassen zwar die Krämpfe nach, aber es kommt zu Lähmungen und der Patient fällt ins Koma. Der Tod wird durch eine Atemlähmung verursacht. Zwischen ersten Symptomen und Tod liegen maximal sieben Tage. Der Krankheitsverlauf ist daher sehr schnell.

 

Tollwut Impfung auch bei Menschen
Man kann aber nicht nur Tiere sondern auch Menschen mit einer Tollwut Impfung schützen. Vor allem Personen, die häufig mit Wildtieren in Kontakt kommen, sollten sich impfen lassen. Auch Tierärzte, Tierpfleger, Jäger und Forstpersonal sollten über einen Impfschutz verfügen. Zu den möglichen Risikogruppen für Tollwuterkrankungen zählen auch Tierhändler, Schlachter oder auch Biologen, die in Gefahrengebieten für Tollwut regelmäßigen Kontakt mit Wildtieren haben. Sogar Fledermäuse können die Tollwut übertragen. Reisende, die in tollwutgefährdete Länder fahren, gelten ebenfalls als gefährdet.

 

Kein Mindestalter für Tollwut Impfung
Wird man durch ein tollwutverdächtiges Tier verletzt, sollte man sich auf jeden Fall einer Tollwut Impfung unterziehen. Nicht nur Bisswunden, auch leichte Kratzer können bereits ausreichen, damit eine Infektion mit Tollwut erfolgt. Deshalb empfiehlt es sich bei einem Verdacht, sofort den Arzt aufzusuchen. Denn rechtzeitig begonnen kann ein hundertprozentiger Schutz erfolgen. Auch für Kinder ist die Impfung jederzeit möglich. Es ist also kein Mindestalter zu beachten.

Aktive und passive Impfung
Die Tollwutimpfung als vorbeugende Maßnahme erfolgt über einen Todimpfstoff. Dabei handelt es sich um getötete Tollwuterreger, die die Krankheut nicht mehr auslösen können, dennoch aber eine Immunität gegen Tollwut bewirken. Sie ist eine aktive Impfung, die gespritzt wird.
Nach einer Verletzung durch ein tollwütiges Tier spritzt man gleichzeitig einen passiven als auch einen aktiven Impfstoff. Die Impfung wird pro Tag sechsmal gespritzt. Vorteil der passiven Impfung ist, dass sie aus fertigen Antikörpern besteht. Diese können einen bereits eingedrungenen Krankheitserreger sofort abfangen. Durch die Kombination beider Impfungen kann in einem Akutfall einer Infektion der maximale Sofortschutz erzielt werden.

 

Mehrmaliges Impfen nötig
Da es verschiedene Präparate zur Tollwutschutzimpfung auf dem Markt gibt, verläuft die Impfung unterschiedlich. In der Regel erfolgt sie aber dreimal. Wenn die erste Impfung erfolgt ist, wird eine Woche später noch einmal nachgeimpft. Ist dies erfolgt, wird die nächste Spritze nach zwei Wochen angesetzt. Zwei Wochen nach der dritten Impfung besteht ein Schutz gegen Tollwut. Alle zwei bis fünf Jahre sollte man seinen Impfschutz auffrischen lassen.