Totalprothese: Krankenkasse Zuschuss

Die Kosten für eine Totalprothese entscheiden sich je nach gestelltem Befund. Für Bonusheft und geringes Einkommen können verschiedene Boni anfallen.


Der Zuschuss der gesetzlichen Krankenkasse richtet sich hauptsächlich nach dem Befund, nicht in erster Linie nach der Versorgungsform, für die sich der Betroffene entscheidet. Im Falle eines Verlustes aller Zähne zumindest eines Teils des Kiefers hat er nicht mehr viele Auswahlmöglichkeiten, was diese betrifft. Möglich ist in einigen Fällen eine Versorgung mit Implantaten, kombiniert mit einer Totalprothese. Da jedoch Implantate nur die künstlichen Wurzeln darstellen, auf die dann ein Zahnersatz aufgebracht wird, scheidet diese Möglichkeit schon aufgrund der hohen Kosten für die meisten Menschen aus. Auch eignet sich nicht jedes Gebiss hierfür.

Krankenkasse Zuschuss für eine Totalprothese
Die weitaus günstigere Möglichkeit ist daher der herausnehmbare Zahnersatz in Form einer Totalprothese. Hierfür kann die gesetzliche Krankenkasse einen Zuschuss nach Befundklasse 4.2 oder 4.4 gewähren. Erstere bezieht sich auf einen Verlust aller Zähne des Oberkiefers und Befund 4.4 auf die des Unterkiefers. Hierbei fließen unterschiedliche feste Beträge. Ohne Bonus zahlt die Kasse für eine Totalprothese im Oberkiefer 260, 51 Euro. Im Unterkiefer erhält der Patient von ihr 280, 65 Euro. Bei Unverträglichkeit des verwendeten Kunststoffs oder ähnlichen Indikationen, die eine Metallbasis erforderlich machen, kann ein weiterer Zuschuss für diesen Zusatz von der Kasse gezahlt werden.

Bonusheft
Kann der Betroffene nachweisen, dass er in den vergangenen fünf beziehungsweise 10 Jahren jährlich mindestens eine Vorsorgeuntersuchung beim Zahnarzt wahrgenommen hat, so erhöht sich der Festsatz der Krankenkasse um 20 beziehungsweise 30 Prozent. Der Beleg hierfür erfolgt über das sogenannte Bonusheft. Im besten Fall erhält er also für seinen Vollzahnersatz im Oberkiefer 364, 85 Euro, im Unterkiefer 361, 61 Euro. Bei nachweislich wenig Vermögenden kann dieser unter Umständen und auf Antrag den doppelten Festzuschuss erstattet bekommen.

Totalprothese neu anpassen
Ein Kieferknochen, in dem keine Zähne mehr verankert sind, bildet sich nach einiger Zeit zurück. Da dies so ist, muss eine Prothese nach einiger Zeit angepasst und gegebenenfalls erneuert werden, da der optimale Sitz, der für das Kauen und Sprechen sehr wichtig ist, andernfalls nicht mehr gegeben ist. Hierbei können Patienten wieder einen neuen Festsatz von der gesetzlichen Krankenkasse erhalten. Voraussetzung ist immer ein zuvor bei dieser eingereichter Heil- und Kostenplan.