Trabant p50 - Kultauto aus der DDR

Die Stufenheck-Limousine wurde fünf Jahre lang in den Sachsenring Automobilwerken in der DDR hergestellt


Der Trabant p50 wurde von 1958 bis 1962 in den Sachsenring Automobilwerken in Zwickau hergestellt und gilt als das Kultauto der DDR. Der Begriff p50 steht für Personenkraftwagen mit einem Hubraum von 500 cm³. Dieses Modell p50 ist das Erste der Trabant-Reihe und trug anfangs noch die Bezeichnung AWZ P50 Trabant. In den fünf Produktionsjahren wurden insgesamt 128.248 Wagen gebaut.

Die Geschichte des Modells p50

Im Jahr 1953 begannen erste Arbeiten an einem Prototyp des Trabant p50. Da ein Stahlembargo der westlichen Staaten bestand, experimentierte man erstmals mit dem Kunststoff Duroplast, welcher für die Beplankung des Wagens eingesetzt wurde, diesen leichter machte und den Stahlverbrauch deutlich senkte. Zunächst war der Prototyp jedoch noch zu klein für die Vorgaben des Ministerrats, laut denen eine vierköpfige Familie in den p50 passen sollte. Nachdem das Projekt 1955 an die Audiwerke in Zwickau vergeben wurde, stellte man zunächst einen Zwischentyp her, um die für die Großproduktion nötige Erfahrung zu sammeln. Ein Jahr später begann die Produktion am p50 Baumuster 2, welcher dem späteren Serienmodell entsprach. Im Oktober 1956 wurde das erste Automobil aus dieser Produktion vorgestellt und auch der Name Trabant stand für das neue Modell fest. 1957 wurde eine Nullserie mit einer Stückzahl von 50 Wagen angefertigt. Aufgrund zu geringer Produktionskapazitäten bei AWZ fusionierten diese mit dem VEB Sachsenring. So entstand der neue VEB Sachsenring Automobilwerke Zwickau und im Juli 1958 konnte die Serienproduktion beginnen. Neben der Standardausführung des Trabant p50 wurde auch ein Trabant Kombi gebaut. Im Jahre 1959 wurden einige Änderungen bezüglich Motor, Zylinder und Vergaser am p50 vorgenommen. 1962 wurde der Antrieb erneuert und der Hubraum vergrößert und so entstand das Nachfolgemodell des p50, der Trabant 600.

Technische Daten
Die Stufenheck-Limousine besaß ein selbsttragendes Stahlskelett mit einer Duroplastbeplankung und hatte ein Leergewicht von 620 Kilogramm. Das zugelassene Gesamtgewicht des Trabant p50 lag bei 950 Kilogramm. Die Einkreis-Bremsanlage des Wagens bestand aus vier hydraulischen Trommelbremsen. Der luftgekühlte Zweizylinder-Zweitaktmotor war vorne quer eingebaut und die Benzinzufuhr erfolgte über einen Flachstromvergaser. Die vorerst unsynchrone Vier-Gang-Handschaltung wurde 1962 in eine synchrone Schaltung umgewandelt. Der Preis des Trabant p50 lag damals bei 7.650 Mark.