Trachycarpus fortunei – Pflege und Standortwahl

Tipps zum passenden Standort und zur richtigen Pflege der Chinesischen Hanfpalme Trachycarpus fortunei.


Die deutsche Bezeichnung „Chinesische Hanfpalme“ verdeutlicht die Herkunft von Trachycarpus fortunei, die ursprünglich aus chinesischen Bergwäldern stammt. Anfang des 19. Jahrhunderts kam sie über Japan nach Europa. In Westeuropa ist sie seitdem zu einer der meist gepflanzten und bekanntesten Palmenarten geworden. Sie gehört zur Familie der winterharten Palmen, die Frost bis -17 Grad Celsius vertragen können. Obwohl sie mit zu den frostunempfindlichsten Palmen überhaupt zählt, treten bei widrigen Umständen allerdings bereits bei -10 Grad Celsius Frostschäden auf.

Pflegehinweise
Trachycarpus fortunei verträgt nicht nur Frost, sondern auch Hitze. Sie ist anpassungsfähig, nicht übermäßig anspruchsvoll und leicht zu pflegen. Eine hohe Luftfeuchtigkeit wirkt sich günstig aus. Ein Platz im Halbschatten ist möglich, ein sonniger Stand sorgt für eine gute Entwicklung der Palme. Ihr Wachstum wird durch regelmäßige Zugabe von Flüssigdünger in den Sommermonaten unterstützt. Da Trachycarpus fortunei sehr anpassungsfähig ist, sollte der Boden kein Problem darstellen. Bevorzugt wird ein lehmhaltiger und humusreicher Boden, in den grobkörniges Lavagranulat oder gebrochener Blähton eingebracht werden kann. Besonders im Garten ist mit grobem Sand oder Kies durchmischte Erde empfehlenswert. Der Wasserbedarf des Farns ist hoch. Bei Freiland-Palmen reicht der übliche Niederschlag zur Bewässerung jedoch aus. Bei längeren Trockenperioden sollte die Palme zusätzlich gut gewässert werden. Im Winter sollte bei Freiland-Palmen die Stammspitze vor Nässe geschützt werden, da bei Nichtabtrocknen des Palmenherzens Fäulnisgefahr besteht. Deshalb die Blattwedel nach oben zusammenbinden und mit einem Vlies bis circa März schützen. Da die Spitze zugleich den einzigen Vegetationspunkt einer Palme bildet, darf diese nicht gekappt werden. Braune Blätter werden nur abgeschnitten, wenn sie vollständig ausgetrocknet sind. Aus optischen Gründen sollte immer ein Stück des Blattstiels am Stamm verbleiben. Trachycarpus fortunei in dichtdurchwurzelten Töpfen, können im Sommer reichlich gegossen werden, der komplette Wurzelballen darf feucht bis nass sein. Allerdings muss die Erde anschließend vollständig abtrocknen. Auch im Winter wird dieser Wechsel aus Gießen und Abtrocknen bei Topfpalmen beibehalten. Spinnmilben befallen Palmen, wenn die Erde wiederholt verdorrt oder bei trockener Heizungsluft überwintert. Im Winter auftretende Schild- oder Wollläuse sollte man feucht abwischen.

Der richtige Standort
Bei der Wahl eines geeigneten Standorts für Trachycarpus fortunei im Garten, muss auch das schnelle Wachstum, die mögliche Höhe von zehn Metern, eine weit ausladende Krone von bis zu drei Metern sowie ein lebhaftes und großflächiges Wurzelsystem berücksichtigt werden. Bei einem zu engen oder zu niedrigen Standort besteht die Gefahr, dass die Hanfpalme in wenigen Jahren wegen ihres hohen und breiten Wuchses versetzt oder entfernt werden muss. Ein Regenschutz ist am Freiluft-Standort der Trachycarpus fortunei nicht nötig. Lediglich im Winter besteht die Gefahr, dass Blätter bei schweren Schneelasten abknicken. Einen sonnigen, nicht zu windexponiertem Platz, mit guter Bewässerung durch Regen und einem grobkörnigen, humusreichen und lehmhaltigen Boden, dankt Trachycarpus fortunei mit schneller Wurzelbildung und gutem, gesunden Wachstum. Trachycarpus fortunei in Töpfen und Kübeln können im April ins Freie gestellt werden und ab November ins Winterquartier. Für die Überwinterung bei 8 Grad Celsius empfiehlt sich ein heller, möglichst unbeheizter Platz. Im Frühjahr sollte die Palme nicht sofort in die pralle Sonne gestellt werden. Im Halbschatten gewöhnt sie sich innerhalb von ein bis zwei Wochen wieder an die starke UV-Strahlung des Sonnenlichts.