Trachycarpus Wagnerianus: Pflege der Hanfpalme

Wagners Hanfpalme ist winterhart, einfach zu pflegen und deshalb eine beliebte Wahl für Haus und Garten.


Trachycarpus Wagnerianus, auch bekannt unter dem Namen Wagner´s Hanfpalme, wird als die aus Japan stammende Kulturform der Trachycarpus fortunei (Chinesische Hanfpalme) betrachtet. Ein in der Natur vorkommendes Verbreitungsgebiet ist für diese Palmenart nicht bekannt.

Frost und Wachstum
Trachycarpus Wagnerianus gehört zu den winterharten Palmen, die auch kurzfristige Temperaturen von -15° Celsius überstehen können. Sollte sie im Frühjahr trotzdem winterliche Schäden aufweisen, besteht eine große Chance zur vollständigen Erholung der Pflanze.
Auch das Verpflanzen von größeren und älteren Exemplaren ist problemlos möglich, neue Wurzeln werden schnell gebildet. Trachycarpus Wagnerianus ist eine langsam wachsende Palmenart. Der Stamm voll ausgewachsener Exemplare kann einen Durchmesser von 15 cm entwickeln. Die halbrunde bis runde Krone bildet sich aus bis zu 60 Fächerblättern, die einen Durchmesser von über 2 m bilden können. Braune Blätter sollten erst abgeschnitten werden, wenn sie völlig ausgetrocknet und abgestorben sind. Die Vermehrung erfolgt aus Samen, die bei 20-26° Celsius nach wenigen Wochen gut keimen. Die Pflanze sollte beim Ausbringen ins Freigelände mindestens 5 cm groß sein.

Pflege und Standort
Das flache und ausgedehnte Wurzelsystem der Hanfpalme wächst besonders gut in lehmigen und humusreichen Böden, die mit grobkörnigem Lava- oder gebrochenem Blähtongranulat vermischt sind. Da der Nährstoffbedarf sehr hoch ist, sollte im Sommer regelmäßig ein herkömmlicher Flüssigdünger eingesetzt werden. Auch ein im Frühjahr ausgebrachter Langzeitdünger ist ausreichend. Für Trachycarpus Wagnerianus, die in Töpfen oder Kübeln gezogen werden, bietet sich im Sommer ein sonniger bis halbschattiger Platz an. Im Winter sollten sie hell stehen bei 8-10° Celsius. Im Frühjahr muss die Pflanze im Freiland erst wieder an die starke Sonnenbestrahlung gewöhnt werden. Hier bietet sich vorübergehend ein halbschattiger bis schattiger Standort an.
Grundsätzlich benötigen im Garten gepflanzte Trachycarpus Wagnerianus viel Sonne, da ihre Blätter sonst sehr langstielig werden.
Im Winter sollten die Blattwedel als Schutz der Stammspitzen (die sogenannten Palmenherzen) vor Nässe und Wintersonne nach oben zusammen gebunden und mit einem Vlies umhüllt werden.
Während die Luftfeuchtigkeit im Winter keine Rolle spielt, sollte sie im Sommer hoch sein. Trotz eines hohen Wasserbedarfs muss im Freiland nur bei wirklichen Trockenperioden zusätzlich gewässert werden. Topfpalmen müssen auch im Winter mäßig gegossen werden.
Falls die Erde bei Trachycarpus Wagnerianus austrocknet, können Spinnmilben die Pflanze befallen. Dies geschieht ebenso bei Überwinterung mit trockener Heizungsluft. Auch Schild- und Wollläuse können im Winter auftreten. Diese lassen sich jedoch leicht abwischen.