Traktorführerschein: Das müssen Sie wissen

Den Traktorführerschein für Klasse L kann man bereits mit 16 Jahren machen. Beim T-Traktorführerschein sind die Regelungen etwas komplizierter.


Wer einen landwirt- schaftlichen Betrieb hat oder im Forst arbeitet, benötigt meist dringend einen Führerschein für eine Zug- oder Arbeitsmaschine, Traktorführerschein genannt. Was man dabei zu beachten hat, kann man bei jeder örtlichen Fahrschule erfahren. Die Durchführung des theoretischen beziehungsweise praktischen Unterrichts führt im Regelfall auch jede Fahrschule durch.

Welche Klassen gibt es und wie unterscheiden sie sich?
Zunächst unterscheidet man beim Traktorführerschein zwischen den Klassen L und T. Die Klasse L ist die kleinere Klasse und kann ab 16 Jahren gemacht werden.Sie berechtigt zum Führen von Zug- und Arbeitsmaschinen mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit bis zu 32 km/h. In Ausnahmefällen kann man eine Sondergenehmigung beantragen und den L-Führerschein schon mit 14 oder 15 erwerben. Hier muss aber nachgewiesen werden, dass der Traktorführerschein dringend im eigenen landwirtschaftlichen oder forstwirtschaftlichen Betrieb notwendig ist. Im Führerschein wird dann die im Antrag angegebene höchste Entfernung vom Arbeitsbereich zum Hof angegeben. Die Kosten für den L- Traktorführerschein liegen bei circa 300 Euro, da nur eine theoretische Prüfung gemacht wird. Die Klasse T kann auch ab 16 Jahren gemacht werden. Damit ist man berechtigt, eine Zugmaschine mit einer nach der Bauart zugelassenen Höchstgeschwindig- keit bis 60 km/h und Arbeitsmaschinen mit einer Höchstgeschwindigkeit bis zu 40km/h zu fahren. Zugmaschinen, deren zulässige Höchstgeschwindigkeit höher als 40 km/h liegt, dürfen aber erst ab einem Alter von 18 Jahren gefahren werden. Der T-Traktorführerschein kostet zwischen 1000 und 2000 Euro, abhängig davon, ob man zum Beispiel einen eigenen Traktor mitbringt, oder den einer Fahrschule nutzen muss. Hier gilt, wer sein eigenes Fahrzeug mitbringt, spart Geld.

Was ist wichtig zu wissen?
Bei beiden Klassen ist zu beachten, dass es sich immer um den zweckmäßigen Einsatz handeln muss. Das heißt also die ausschließliche Nutzung in einem landwirtschaftlichen oder forstwirtschaftlichen Betrieb. Es dürfen keine gewerblichen Transporte durchgeführt werden. Weiterhin darf der Traktor-Fahrschüler seine theoretische Prüfung frühestens drei Monate und die praktische Prüfung frühestens einen Monat vor seinem 16. Geburtstag absolvieren.