Transportschaden Haftung - so bekommen Sie Ihr Geld zurück!

Offener und verdeckter Transportschaden - achten Sie unbedingt auf die gesetzlichen Bestimmungen, um die Transportschaden Haftung nicht zu veräumen!


Die Transportschaden Haftung ist in den §§ 425 ff. des Handelsgesetzbuches geregelt. Hier ist festgehalten, wie und unter welchen Umständen, eine Haftung des Transporteurs in Kraft tritt. Um die Transportschaden Haftung geltend zu machen, müssen sich die Empfänger der Waren korrekt verhalten. Es muss hierzu eine klare Trennung zwischen dem Verladen, dem eigentlichem Transport und dem Entladen erfolgen. Der Weg des Beladens betrifft meistens den Hersteller, wenn eine Trennung von Hersteller und Frachtführer (=Spedition) erfolgt. Ist die Ware entladen, gilt sie als überstellt. Der Empfänger der Ware muss also im Schadensfall nachweisen, dass die Schädigung infolge des Transportes erfolgt ist.

 

 

Unterscheidung zwischen offenen und verdeckten Transportschäden

 

  • Im Rahmen der Transportschaden Haftung wird zwischen offenen und verdeckten Transportschäden unterschieden. Diese Differenzierung ist entscheidend für die Geltendmachung von Transportschäden, da hier unterschiedliche Fristen gelten. Wird die gesetzlich vorgegebene Beanstandungsfrist nicht eingehalten, entfällt der Haftungsanspruch.

 

  • Ein offener Schaden ist sofort nach Entdeckung dem Lieferanten zu melden, bei Postsendungen gilt eine Frist von 24 Stunden. Ist der Transportschaden nicht offensichtlich erkennbar, beträgt die Beanstandungsfrist sieben Tage. Ein offener Schaden liegt nach gesetzlicher Definition vor, wenn ein äußerlich erkennbarer Schaden an dem Transportgut selbst oder der Verpackung vorliegt. Der offene Schaden muss dem Frachtführer (oder Postboten) unverzüglich mitgeteilt werden. Die Warenannahme muss zudem verweigert werden. Es muss darauf geachtet werden, dass der Schaden in den Frachtdokumenten schriftlich festgehalten wird. Auch ein Bildbeweise ist zu empfehlen.

 

  • Ein verdeckter Schaden in diesem Kontext liegt vor, wenn die Verpackung unbeschädigt scheint, jedoch die Ware innerhalb dieser schadhaft ist. Da der verdeckte Schaden hingegen erst nach Öffnen der Verpackung sichtbar wird, sollte das Öffnen im Beisein des Frachtführers erfolgen. Aus den verdeckten Transportschäden werden dann offene, welche ebenso wie diese behandelt werden. Das beschädigte Transportgut darf an dieser Stelle nicht weiter ausgepackt werden, und geht wieder in den Verantwortungsbereich des Frachtführers über.

 

 

 

Zu veranlassende Maßnahmen in Abhängigkeit der Schadenshöhe

 

  • Um eine Transportschaden Haftung geltend machen zu können, müssen zudem weitere rechtliche Rahmenbedingungen eingehalten werden. Für den Haftungsprozess ist es bedeutsam, dass Versicherungen und Gerichte durch eindeutige Beweise von der schuldhaften Beschädigung der Ware durch den Frachtführer überzeugt werden. Helfen können hier Schadensprotokolle und schriftliche Benachrichtigungen an alle Beteiligten. Im Verdacht auf eine Straftat, kann auch eine polizeiliche Anzeige erfolgen. Die größten Chancen eine Transportschaden Haftung geltend zu machen, bestehen durch die Hinzunahme eins vereidigten Sachverständigen.