Schon die alten Römer wussten den aromatischen Geschmack und die heilsamen Nebeneffekte des Traubensafts zu schätzen. Leider aber war es ihnen ein Rätsel, wie sie den Gärungsprozess der süßen Flüssigkeit und damit die Entstehung von Wein aufhalten konnten. Erst im 19. Jahrhundert kam der französische Naturwissenschaftler Louis Pasteur auf die Idee, den Saft kurz zu erhitzen, um somit die für die Gärung verantwortlichen Mikroorganismen abzutöten. Heute zählt der Traubensaft neben Multivitaminsäften und Apfel- und Orangensäften zu einem der beliebtesten Durstlöscher der Deutschen. Dass der rote Saft aus der Traube im Hinblick auf seine Inhaltsstoffe und gesundheitsfördernden Eigenschaften fast jeden anderen Fruchtsaft um Längen schlägt, ist den meisten Verbrauchern jedoch gar nicht bewusst.
Die wertvollen Inhaltsstoffe des Traubensafts
Dunkle Trauben enthalten einen besonders hohen Anteil an sogenannten Polyphenolen. Diese Polyphenole, zu denen auch Tannine und natürlich vorkommende Farbstoffe wie Flavonoide und Anthocyane gehören, gelten als hochgradig gesundheitsfördernd. Polyphenole haben antioxidative Eigenschaften und wie andere Antioxidantien schützen sie den Körper vor freien Radikalen. Hoch konzentriert kommen sie besonders in der Schale und in den Kernen der roten Traube vor. Neben den Antioxidantien, Vitamin C und Vitamin A, Karotin und wichtigen Mineralstoffen wie Eisen und Magnesium, enthält der Traubensaft auch einen hohen Fruchtzuckeranteil. Diese Tatsache, die den Saft kalorienreicher macht als andere Getränke, sollte beim Konsumieren nicht außer Acht gelassen werden.
Die positiven Wirkungen auf den menschlichen Körper
Bei vielen Menschen ist Abgeschlagenheit und Mattheit auf einen chronischen Eisenmangel zurückzuführen. Durch seinen hohen Eisenanteil wirkt Traubensaft wie eine Wunderwaffe gegen Müdigkeit und der in ihm enthaltene Traubenzucker, der schnell vom Blut aufgenommen werden kann, gleicht Energiedefizite aus. Viele Sportler haben diesen Vorteil für sich entdeckt und erneuern ihre Energiereserven nach einem anstrengenden Training mit dem konzentrierten Saft aus der Traube. Die Polyphenole wirken krebsvorbeugend und entzündungshemmend und schützen so das gesamte Herz-Kreislauf-System. Die wertvollen Substanzen im Traubensaft senken aber nicht nur das Risiko für Herz- und Krebserkrankungen, sondern schützen aktiv vor Viren, indem sie das Immunsystem stärken. Da der Saft eine blutreinigende Wirkung zeigt, wird er oft bei Durchblutungsstörungen und Venenerkrankungen empfohlen. Den Antioxidantien des Saftes werden außerdem Anti-Aging-Effekte zugeschrieben und möglicherweise reduzieren sie auch das Risiko, an Alzheimer zu erkranken.