Trauerkarte schreiben: Anregungen

Verstirbt ein Angehöriger, Kollege oder Freund gilt es eine Trauerkarte schreiben zu müssen. Doch meist fehlen einem dazu die richtigen Worte und Formulierungen.


Eine Trauerkarte schreiben ist keine einfache Angelegenheit und sollte trotz der emotionalen Situation keine ausufernden Worte, Übetreibungen und Steigerungen enthalten. Die Verbindung von Professionalität und emotionaler Teilnahme zeichnen eine ernsthafte Kondolenzkarte aus.

Die richtige Struktur der Beileidsbekundung
Man beginnt stets mit einer passenden Andrede des Hinterblieben. Persönliche Worte je nach Beziehung zum Betroffenen stellen den passenen Einstieg dar. Der Folgesatz beschäftigt sich mit der Anteilnahme der Situation, die sich auf den Unfall, den plötzlichen Tod oder unvorhergesehen Ereignissen befasst. Hierbei sollte man beachten, dass die Formulierung vollkommen wertfrei gehalten wird, selbst wenn die inneren Gefühle anderes sagen möchten. Die Würdigung der zu betrauernden Person richtet sich nach der vetrauten Beziehung oder der Ebene auf welcher man sich miteinander bewegt hat. Ein falsches Beispiel wäre, die ausgeprägte Würdigung des Vorstandsvorsitzenden einer Firma von den Mitarbeitern in der Produktion. Da sich diese beien Personen im Normalfall nie begegnet sind, ist die ausufernde Wertschätzung zu viel des Guten. Abschließend beendet ein Schlussatz mit Beileidsworten die Trauerkarte.

Den Gefühlen Ausdruck verleihen
Trauerkarten, die vor Gefühlen zu explodieren drohen, helfen niemanden. Der Schreiber selbst verschafft sich für einen kurzen Moment Ausdruck seiner Trauer aber holt beim Adressaten damit zum Rundumschlag aus und überfordert den Leser zusätzlich. Äußerungen des Beileids bedürfen einer korrekten Wortwahl mit geringer aber ernsthafter Tiefe und Bedeutung. Der Umgang und die Anzahl der Worte sollte sparsam genutzt und gewählt werden. Verstärkungen, wie "tief" oder "groß", sind in einem Todesfall nicht angebracht und wirken gewollt. Einfache Formen "Mitleid empfinden" und "sind betroffen" wirken bodenständig und glaubhafter als eine Steigerung bis zum Maximum. Die oft verwendete Worthülse "mein aufrichtigstes Beileid" ist das beste Beispiel. Mit "aufrichtigem Beileid" wird das gleiche Maß an Anteilnahme ausgedrückt ohne Übertreibungen zu benutzen. Wer eine Trauerkarte schreiben muß, sollte in letzter Konsequenz seine Wortwahl mit Bedacht auswählen und vor dem Schreibakt einen Probetext verfassen. Damit bleibt man auf der sicheren Seite und drückt seine Anteilnahme im richtigen Umfang aus.