Trauern - der Verlust eines geliebten Menschen

Trauern gehört zum Leben dazu. Um die Trauer zu verarbeiten, sollte man zunächst den Schmerz zulassen und sich anderen mitteilen.


Nahezu alle Menschen machen in ihrem Leben mindestens einmal die Erfahrung und müssen mit dem Verlust eines geliebten Menschen, sei es durch Tod oder Trennung, umgehen. Das ist nicht immer einfach und kann für so manchen den unvorhergesehen Sturz in eine Lebenskrise bedeuten. Meist ist tiefe Trauer, dass einzige Gefühl, dass die Betroffenen für Wochen, manchmal auch Monaten bis hin zu Jahren umgibt.

 

Trauern ist Teil des Lebens

Daher ist der richtige Umgang mit Trauer für die meisten Menschen eine Herausforderung und manche brauchen daher auch medikamentöse Unterstützung, um diese äußerst schwierige Zeit durchzustehen. Der Verlust eines geliebten Menschen ist gegenwärtiger als man es vielleicht annehmen würde. So werden in Deutschland jeden Tag an die 300 Frauen zu Witwen und auch die Zahl der Kinder, die unter sechszehn Jahren bereits mit dem Tod eines Elternteils fertig werden müssen, steigt an. Aber auch Eltern sind betroffen. Denn an die 12.000 Kinder sterben jährlich in Deutschland. Trauer ist damit gegenwärtig und kann jeden treffen.

Lassen Sie den Schmerz zu
Trauer oder Gram sind ganz natürliche Reaktion auf den Verlust eines Menschen. Genau wie bei einer körperlichen Wunde kann man sich auch psychisch verletzt fühlen und die Heilung einer solchen Verletzung kann für manche erst in einem langwierigen Prozess vollzogen werden. Es ist jedoch wichtig, in dieser Zeit seine Schmerzen, Gefühle und auch seine Trauer zuzulassen, um besser damit umgehen zu können. Auf keinen Fall sollten Sie die mit dem Verlust verbundenen Gefühle unterdrücken. Denn so halten Sie nur den Trauerprozess unnötig auf und stehen sich am Ende aus falschem Stolz selbst im Weg. Weinen ist kein Zeichen von Schwäche und wenn Sie heulen müssen, sollten Sie dem nachgeben. Denn auch ein Weinkrampf kann, wenn man sich wieder beruhigt hat, Emotionen lösen. Dadurch können Sie wieder ein Stück weiter loslassen, bis Sie gelernt haben, die Situation als gegeben zu akzeptieren.

 

Mögliche Hilfe für den Umgang mit Trauer

Hält die Trauerphase allerdings über einen längeren Zeitraum an, sollten Sie mit Ihrem Hausarzt darüber reden. Eventuell wird der Sie dann an einen Psychiater überweisen. Denn nicht selten kann es sein, dass Menschen ohne medikamentöse Unterstützung nur schwer wieder aus ihrem Trauerloch herausfinden. Sollte dies der Fall sein, zögern Sie nicht und lassen Sie sich durch psychologische Betreuung helfen.

Neue Perspektiven ins Auge fassen
Auch wenn es schwierig ist, in solchen Lebensphasen das Licht am Ende des Tunnels zu sehen, sollten Sie versuchen, neue Perspektiven für Ihr Leben zu finden. Auch wenn Sie über den Verlust eines geliebten Menschen trauern, geht Ihr eigenes Leben weiter. Wenn Sie es sich beruflich und finanziell erlauben können, sollten Sie eventuell darüber nachdenken, für längere Zeit in den Urlaub zu fahren, um erst ein mal Abstand von Ihrer sonst gewohnten Situation zu gewinnen. Dies kann dabei helfen, neue Pläne zu schmieden. Frisch erholt können Sie dann nach Ihrer „Auszeit“ die Dinge besser angehen, um Ihr Leben wieder leichter lenken zu können.