Traumschiff Surprise Periode 1 - eine Filmkritik

Traumschiff Surprise Periode 1 – Nur für Fans von „Bully“-Filmen sehenswert?


Traumschiff Surprise Periode 1 ist eine deutsche Komödie aus dem Jahr 2004, die unter der Regie von Michael „Bully“ Herbig, der auch für das Drehbuch verantwortlich war, entstand. Der Film spielt im Jahre 2304, in dem der böse Imperator einer Marskolonie, Rogul, mit seinen Untertanen versucht die Erde zu unterwerfen. Die einzige Rettung für die nahende Katastrophe stellt die Besatzung der Suprise da, die mittels Zeitmaschine in die Vergangenheit reisen soll, um die Besiedelung des Mars durch die Menschen zu verhindern, was den in der Zukunft stattfindenden Krieg unmöglich machen würde. Somit erhalten die drei homosexuellen Astronauten Mr. Spuk (Michael „Bully“ Herbig), Schrotty (Rick Kavanian) und Captain Jürgen T. Kork (Christian Tramitz) von der Königin Metapha (Anja Kling) und ihren Senatoren den Auftrag, die Erde vor der nahenden Zerstörung zu befreien. Sie nehmen diesen nur widerwillig an, da sie sich zu dem Zeitpunkt gerade auf die bald anstehende „Miss-Waikiki-Wahl“ vorbereiten. Letzen Endes entschließen Sie sich jedoch dazu, den Auftrag zu erledigen.

Qualitative Beurteilung des Films „Traumschiff Surprise Periode 1“
Mit seinem Film „Traumschiff Surprise Periode 1“ macht Michael „Bully“ Herbig da weiter, wo er mit „Der Schuh des Manitu“ aufgehört hat. Drei homosexuelle Astronauten bilden dabei den Mittelpunkt eines charmant inszenierten Filmerlerlebnisses, welches durch parodistische Anspielungen an die Star Wars Saga versucht zu glänzen. Auch der überzogene Umgang mit einer klischeehaften Darstellung von Homosexualität darf dabei natürlich nicht fehlen. Umgesetzt wurde dies sowohl vom Regisseur als auch von den Schauspielern teils überzeugend meist aber etwas über den guten Geschmack hinausgehend. Natürlich ist die selbstironisierende und oft auch in den Kitsch abdriftende Inszenierung vorher zu erwarten gewesen, aber man hätte sich gelegentlich gewünscht, dass den Witzen etwas mehr Esprit verliehen worden wäre. So entsteht zum Teil der Eindruck, dass aus einer bloßen Aneinanderreihung von Schwulenklischees, eingebettet in eine Handlung, ein Film entstehen sollte, was natürlich nur äußerst begrenzt funktioniert hat.

Fazit
Dennoch ist festzuhalten, dass dieser Filme allen Fans von „Der Schuh des Manitu“ gefallen müsste, auch wenn er wenig innovative Ideen verwirklicht. Dies ist zudem die größte Schwäche von „Traumschiff Surprise Periode 1“, denn er setzt keine neuen Maßstäbe, sondern bedient sich nur an Althergebrachtem.