Trautes Heim, Glück allein? Immobilien als Wertanlage

Dadurch, dass Immobilien unter anderem inflationsgeschützt und wertbeständig sind, sind sie eine sichere Vermögensgrundlage.


Mietfrei im Alter leben. Das ist die Hauptmotivation der meisten Menschen, die sich für den Bau oder Kauf einer Immobilie entscheiden. Gleichzeitig wird steigenden Mietpreisen entgegen- gewirkt. Immobilien gelten als sichere und solide Geldanlage mit einer langfristigen Wertsteigerung und einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von ca. 4,6 Prozent. Diesen Wert erzielt beispielsweise ein eigenes Haus pro Jahr. Das ist kein Spitzenwert, aber damit lässt es sich ganz gut leben. Im Vergleich dazu liegen die Werte bei anderen Geldanlage- bzw. Sparformen oft nur bei etwa 2,5 Prozent.

Die Vorteile
1. Immobilien sind wertbeständig, inflationsgeschützt und bieten eine stabile Vermögensgrundlage.
2. Ein schuldenfreies Haus im Alter erhöht die Rente, weil Mietkosten entfallen und ist somit eine gute private Altersvorsorge.
3. Zusätzliche Mieteinnahmen sind möglich, wenn man beispielsweise eine Einliegerwohnung besitzt und diese vermieten kann.
4. Der Kauf einer Eigentumswohnung in einer betreuten Seniorenwohnanlage kann mit dem Verkauf des eigenen Hauses finanziert werden.
5. Bei Vermietung von eigenen Immobilien kann man sich mit den erzielten Mieteinnahmen eine zweite Rente schaffen.

Die Nachteile
1. Wer ein Haus baut, bindet sein Kapital über Jahrzehnte. Lukrativ wird es für Immobilienbesitzer mitunter erst nach mehr als 20 Jahren. Besonders zu Beginn gibt es Sparformen, mit denen schneller Vermögen gebildet werden kann.
2. Kaufnebenkosten (ca. 10 Prozent vom Kaufpreis bzw. der Baukosten) und Kosten zur Instandhaltung entstehen. Sie müssen einkalkuliert werden und verteuern die Immobilie.
3. Eine Durchschnittsrendite von ca. 4,6 Prozent im Jahr als langfristige Wertsteigerung des eigenen Hauses ist kein Spitzenwert.
4. Wer seine Immobilien vermietet, muss sich über das Risiko von Leerstandszeiten bewusst sein. Anfallender Verwaltungsaufwand und möglicher Ärger mit Mietern sind ebenfalls zu beachtende Faktoren.

Gesamtkosten
Vor dem Bau oder Erwerb einer Immobilie ist es unerlässlich, die Gesamtkosten zu berechnen, um sicherzustellen, dass man sich finanziell nicht übernimmt (z. B. Baukosten oder Kaufpreis, Nebenkosten in Höhe von ca. 10 Prozent der Anschaffungskosten, Maklerprovision von ca. 3 bis 6 Prozent des Kaufpreises zzgl. 19 Prozent Mehrwertsteuer, Grunderwerbsteuer in Höhe von 3,5 Prozent des Kaufpreises, Notar- und Grundbuchgebühren von ca. 2 Prozent etc.).

Finanzierung
Zur Finanzierung der gebauten oder gekauften Immobilie können z. B. Bausparverträge und das Entnahmemodell bei der Riester Rente Hilfestellung geben. Wem der Aufwand für eine eigene oder vermietete Immobilie zu hoch ist, kann in offene Immobilienfonds investieren und auf diese Weise an der sehr stabilen Wertentwicklung von Immobilien partizipieren.

Nebenkosten
Obwohl die hohen Nebenkosten vom Kauf oder Bau einer Immobilie abhalten können, haben diverse Studien ergeben, dass Immobilien langfristig eine relativ sichere und inflationsgeschützte Geldanlage sind. Kurz- und mittelfristige Nachteile bezüglich der Rendite werden kompensiert. Ein eigenes Heim kann die Lebensqualität erhöhen und darüber hinaus das allgemeine Wohlbefinden steigern. Zudem können handwerklich begabte Hobbyhandwerker über Reparaturen und dekorative Veränderungen selbst entscheiden und diese in den eigenen vier Wänden durchführen.

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