Trennungsangst: Garant für das Beziehungsaus

Trennungsangst kann durch therapeutische Maßnahmen bekämpft werden - also lieber an sich arbeiten, bevor es zu spät ist


Trennungsangst ist ein psychologischer Zustand, von dem sowohl Erwachsene als auch Kinder und Jugendliche betroffen sein können, obwohl sich die Art und Weise ihrer Ausprägung zum Teil drastisch voneinander unterscheidet. Sie tritt vorzugsweise auf, wenn sich eine Person in einem starken emotionalen Abhängigkeitsverhältnis zu einer anderen befindet und deshalb unter einer ständigen Verlustangst bezüglich dieser Person leidet. Auslöser dafür ist meist ein schwerwiegendes Trauma in der Kindheit, dass durch eine individuell ausgerichtete Traumatherapie aufgearbeitet werden kann, um einen lebenspraktischen Umgang mit den belastenden und beeinträchtigenden Erfahrungen zu erlernen.

Symptome von Trennungsangst
Trennungsangst tritt meist in einer Partnerschaft auf, weshalb die folgenden Ausführungen sich vorzugsweise darauf beziehen werden. Sie äußert sich üblicherweise in Form von übermäßiger Eifersucht, Wutausbrüchen und einem sehr starken Kontrollwahn bezüglich des Lebenspartners. Dem Betroffenen fällt es dabei schwer, auch nur mit ansehen zu müssen, wie seine Bezugsperson in Kontakt mit anderen Menschen tritt, weil er dadurch eine große Vernachlässigung empfindet. Dieses Gefühl des Vernachlässigtwerdens, zeigt sich oft durch unerwartet und plötzlich auftretende Wutausbrüche, die eine Manifestation des Leidens und der Hilflosigkeit seitens der betroffenen Person nach außen hin darstellen. Dabei befindet sich auch der Partner in einer problematischen Situation, da dieser mit ständigen Stimmungsschwankungen konfrontiert wird, obwohl diese keinen rationalen Gründen entspringen.

Trennungsangst als Ursache für das Beziehungsaus
Sollte die Trennungsangst über das normale Maß hinaus zur individuellen Normalität bezüglich der Realität der Partnerschaft werden, ist es leider möglich, dass diese einer zu starken Belastung ausgesetzt wird und eine Trennung letzten Endes die notwendig aber auch bedauerliche Konsequenz daraus ist. Der Partner, der unter Trennungsangst leidenden Person, fühlt sich von dieser meist zu stark kontrolliert und in seiner üblichen Lebensführung massiv eingeschränkt, weshalb eine Partnerschaft für ihn nicht mehr aushaltbar ist. Trotz einer höchstwahrscheinlich starken Verbundenheit und Zuneigung zueinander, ist es unmöglich mit einer Person eine Beziehung zu führen, die sich in einer Art Wahnzustand befindet und diesen in der eigenen Realität höchstwahrscheinlich für absolut legitim und angemessen hält. Die einzige Möglichkeit zur Rettung der Partnerschaft ist es rechtzeitig eine Therapie in die Wege zu leiten, an welcher bestenfalls sowohl die betroffene Person als auch der Partner teilnehmen sollten.