Trennungsgeld für Beamte, Soldaten und Richter

Beamte, Soldaten und Richter mit arbeitsbedingten zweitem Wohnsitz erhalten Trennungsgeld. Lesen Sie hier was Sie beachten müssen und wann Sie einen Anspruchg auf Trennungsgeld haben.


Trennungsgeld ist eine besondere finanzielle Zuwendung, die der deutsche Staat – aber auch einige Bundesländer – an ihre Bediensteten leisten. Grundlage für die Gewährung von Trennungsgeld ist, dass der Bedienstete zwei Wohnsitze haben muss, aufgrund einer Versetzung oder eines besonderen dienstlichen Auftrags. Daher haben Beamte, Soldaten und Richter Anspruch auf diese Leistung, wenn ihr erster Wohnsitz nicht im Einzugsgebiet der neuen Arbeitsstätte liegt. Diese Erstattungsleistungen für Aufwendungen werden gezahlt, wenn der Beschäftigte aufgrund einer dienstlich veranlassten Maßnahme wie Einstellung, Versetzung oder auch Abordnung einen anderen Arbeitsplatz antritt.

Anspruch an den Dienstherrn
Ist also ein tägliches Pendeln zwischen Arbeitsplatz und dem eigenen Zuhause nicht mehr möglich und nicht zumutbar, so kann der Beschäftigte Trennungsgeld beantragen. Ist der Beschäftigte allerdings schon länger als ein Jahr an seiner neuen Wirkungsstätte und er hat noch keinen Antrag schriftlich eingereicht, so erlischt sein Anspruch auf diese Zusatzleistung. Der Antrag muss innerhalb eines halben Jahres schriftlich eingereicht werden. Der Bund zahlt dann die Kosten der doppelten Haushaltsführung und auf Antrag werden zudem die Umzugskosten übernommen. Aber nicht nur der Bund erstattet großzügig Leistungen an seine Bediensteten, auch einige der Länder zahlen die Kosten für die doppelte Haushaltsführung, Umzugskosten und die zusätzlichen Fahrtkosten.

Rechtsgrundlagen
Wie in so vielen Fällen, wurde auch hier eine gesetzliche Regelung geschaffen, welche in der Trennungsgeldverordnung, kurz TGV, zusammengefasst ist. Zuständig für die Einhaltung dieser Verordnung ist das Dienstleistungszentrum des Bundesamtes für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen, dass alle Anträge dieser Art in seinen Geschäftsstellen in Bonn und Berlin bearbeitet. Der Bund gewährt diese Leistung Beamten, Soldaten und Richtern, jedoch auch, im Rahmen der Tarifbestimmungen, Angestellten und Arbeitern.

Kritik und Schelte
In den letzten Jahren war das Land Brandenburg heftig in die Kritik geraten, da dort Trennungsgelder in sehr großzügiger Manier gezahlt worden waren. So lieferte man sich in den Medien heftige Schlagabtausche und so mancher scharfe Wortlaut wurde abgedruckt in den Zeitungen oder auch im Internet veröffentlicht. Trennungsgeld ist generell jedoch eine gute Sache, da hier eine zu hohe finanzielle Belastung des Beschäftigten, durch zwei Haushalte und zusätzliche Fahrtkosten vermieden wird.