Trennverfahren von Stoffen: Beispiele

Physikalische und chemische Trennverfahren von Stoffen und deren unbewusste Anwendungen im alltäglichen Leben.


Die verschiedenen Trennverfahren kennen die meisten Leute aus dem Chemieunterricht. Dies hängt damit zusammen, dass sich gerade in der Chemie die Untersuchungen meist auf genau einen Stoff beziehen, oder die Zusammensetzung eines Stoffes herausgefunden werden soll. Bei der Trennung von Stoffen geht man immer davon aus, dass das Untersuchungsobjekt aus mehreren Stoffen zusammengesetzt ist. Wer nun jedoch glaubt, man benötigt verschiedene Arten der Stofftrennung nur zur Untersuchungszwecken in Chemielabors, der irrt. Man begegnet den Trennungsabläufen unbewusst im täglichen Leben. So muss man beispielsweise nur an seinen Filterkaffee zum Frühstück oder an das abgießen von Dosenmais denken. Mit den Trennverfahren lassen sich Stoffe mit verschiedenen physikalischen oder chemischen Eigenschaften selektieren. Dabei ist zwischen verschiedenen Eigenschaftstypen zu unterscheiden.

Chemische Trennverfahren
Bei den chemischen Verfahren zur Trennung von Stoffen handelt es sich um eine Veränderung des allgemeinen Zustandes der zu trennenden Stoffe. Das bedeutet, dass aufgrund einer chemisch herbeigeführten Reaktion Teile des Ausgangsstoffes entfernt werden. Meist wird hierzu eine externe Kraft benötigt und hinzugefügt um die Änderung zu erzielen. Ein Beispiel für ein chemisches Verfahren wäre das Verbrennen von Stoffen. Hierbei wird ein vorhandener homogener Stoff getrennt und es bleibt nur ein Stoff in fester Form zurück. Es kann jedoch auch der Fall sein, dass Metalle von Nicht-Metallen wie Holz getrennt werden. Somit kann man Holz in dem sich Nägel befinden verbrennen, um die Nägel wieder zu erhalten.

Physikalische Trennverfahren
Im Gegensatz zu den chemischen Verfahren handelt es sich hierbei um Anwendungen, die sich ausschließlich auf die physikalischen Eigenschaften der einzelnen Stoffe beziehen. Die Trennung beinhaltet somit keine Veränderungen der einzelnen Stoffzusammensetzungen. Man trennt lediglich die einzelnen Bestandteile durch Form, Aussehen oder Verhaltensweisen unter veränderten Bedingungen. Um auch hierzu Beispiele aufzuzeigen, kann man exemplarisch Altglastrennung oder im Wasser aufgewühlten Sand herbei nehmen. Zum ersteren wird nach Optik, also nach Farbe, aussortiert. Im zweiten Beispiel lässt sich das Gemisch aufgrund der unterschiedlichen Dichte der Stoffe trennen. Wird eine gewisse Zeit abgewartet, setzt sich der komplette Sand am Grund ab. Hierbei spricht man von Sedimentation.

Die Vielfältigkeit an Trennverfahren zeigt auf, wie wichtig diese für uns sind und welche Rolle sie auch im täglichen Leben spielen. Fast alle Gegenstände lassen sich in ihre oft zahlreichen Einzelbestandteile zerlegen und gegebenenfalls wieder verwenden.