Treppenraupe: Modelle und Finanzierung

Die Treppenraupe ist eine weniger aufwändige Alternative zum Treppenlift, die gehbehinderten Menschen die Überwindung gerader Treppen ermöglicht.


Für Menschen mit körperlichen Behinderungen sind Treppen ohne Hilfsmittel oft ein unüberwindbares Hindernis und nicht immer ist ein Treppenlift oder ein Plattformlift vorhanden. Eine sinnvolle Alternative ist die sogenannte Treppenraupe, die ähnlich wie eine Kettenraupe funktioniert und mit der sich Treppen bis zu einem Winkel von 35 Grad überbrücken lassen. Die Raupen lassen sich mobil nutzen und werden mit Batterien betrieben. Sie werden hin und wieder auch als Treppenkuli bezeichnet und helfen älteren Menschen dabei, mobil zu bleiben. Die Treppenraupe ist ein von den Krankenkassen anerkanntes Hilfsmittel. Dieses Hilfsmittel ist nur zur Überwindung von geraden Treppen geeignet, zu hohe, zu kurze oder abgerundete Stufen können auch mithilfe der Treppenraupe ein unüberwindliches Problem darstellen.

Modelle
Mit der Treppenraupe können gehbehinderte Menschen mit der Hilfe einer anderen Person Treppenstufen einer geraden Treppe hinaufkommen. Das Hilfsmittel kann überallhin mitgenommen werden und die Bedienung ist recht einfach. Es gibt verschiedene Modelle. Es gibt Modelle die die Hilfe einer weiteren Person erfordern, allerdings gibt es auch die Variante mit der der Rollstuhlfahrer die Treppe allein überwinden kann. Anders als Treppenlifts benötigen die Raupen keine baulichen Maßnahmen. Je nach Modell lassen sie sich zerlegen und leicht transportieren. Allerdings gibt es auch größere und schwerere Ausführungen, die bis zu 70 Kilo Eigengewicht besitzen. Ein Beispiel für ein Modell ist das STAIRMAX Modell, eine Selbstfahrer-Raupe, mit der sich Treppen sowohl im Innen- und im Außenbereich befahren lassen und genehmigungsfrei eingesetzt werden kann. Dieses Modell besitzt ein selbsthemmendes Schneckengetriebe und eine elektrische Magnetbremse die für die Sicherheit des Fahrers sorgt. Besonders geeignet für den Transport für Kinderrollstühlen ist das Modell TK Public Junior. Mit dieser Variante sind schnelle Montage und Demontage kein Problem, die Rollstühle können einfach und sicher befestigt werden und sie besitzt hochklappbare Auffahrrampen. Diese Treppenraupe entspricht den Unfallverhütungsvorschriften UVV und den VDE Richtlinien.

Finanzierung
Modelle für eine Treppenraupe, die für bestimmte Rollstühle angefertigt wurden, können bereits für 4500 Euro gekauft werden. Die Kosten für universelle Modelle beginnen bei ungefähr 9000 Euro. Hierbei übernehmen die Krankenkassen zum Teil die Anschaffung komplett, da sie natürlich eine weniger aufwändige Alternative zu den herkömmlichen Plattformliften bieten, die nur an einer Treppe benutzt werden können.