Trichocereus: Tipps zur Pflege

So pflegen und halten sie ihren Trichocereus bei bester Gesundheit.


Trichocereus bedeutet „Der Haarige“ und ist ein guter Name für den mittel bis schnell wachsenden säulenförmigen Kaktus. Die Dornen können nämlich, je nach Variante, recht ausgeprägt sein. In der Gattung gibt es viele Arten und Formen sowie auch hybride Kreuzungen, was dem Trichocereus im Aussehen ein unterschiedliches Bild gibt. Teilweise unterscheiden sich sogar innerhalb einer Art, Farbe und Dornen. Immer allerdings erscheint er als Säule, die sich an ihrer Basis verzweigt. Um zu blühen, benötigt der Trichocereus eine Mindesthöhe von circa 30 Zentimetern. Dann bildet er bei richtiger Pflege große, je nach Art unterschiedlich gefärbte, Blüten aus.

Wo fühlt sich der Trichocereus wohl?
Der Trichocereus bevorzugt große Töpfe mit viel Platz, da er ein ausgeprägtes Wurzelsystem ausbildet. Tontöpfe mit Wasserablauf bieten hier durch ihr hohes Eigengewicht eine sichere Standfläche, auch für größere Exemplare. Will man es etwas preiswerter angehen tun aber auch Plastiktöpfe und Kübel gute Dienste, sofern an ihrer Unterseite Löcher für ablaufendes Wasser vorhanden sind.

Der Standort
Im Sommer darf der Trichocereus gerne in den Garten oder auf den Balkon. Auf diese Weise bildet er schöne und gut abgehärtete Säulen. Aber auch im Zimmer oder im Wintergarten, möglichst bei direkter Sonneneinstrahlung, fühlt sich der Kaktus wohl. In dieser Zeit ist er relativ nässeunempfindlich. Von November bis März benötigt der Trichocereus eine kühle Ruhezeit, bei Temperaturen zwischen 3 und maximal 10 Grad Celsius. Da er in dieser Zeit sein Wachstum einstellt, benötigt er weder Licht noch Wasser. Im März kann man den Kaktus dann langsam wieder an das Licht gewöhnen um Sonnenverbrennungen zu vermeiden. Die ersten vier Wochen steht er daher gerne halbschattig. Hat man keinen Halbschatten zur Verfügung, hilft es auch, den Kaktus leicht in Frühbeetvlies einzuschlagen. Ab Ende März darf der Kaktus dann wieder nach draußen, wenn man ihn in frostgefährdeten Nächten wieder hereinholt.

Gießen und Düngen
In der Ruhephase wird der Kaktus gar nicht gegossen. In dieser Zeit ist er besonders anfällig für Wurzelfäulnis. Während der Wachstumsphase von März bis November wird „durchdringend“ gegossen. Das heißt so lange, bis der Wurzelballen gut durchfeuchtet ist. Überschüssiges Wasser sollte allerdings ablaufen können, da nasse Füße zu Wurzelfäulnis führen können. Wer seinen Trichocereus allerdings vor unschönen, korkig braunen, Flecken schützen möchte, sollte mit handwarmen Wasser gießen. Gedüngt wird der Kaktus in der Wachstumsphase alle zwei bis vier Wochen mit kalireichem Flüssigdünger.

Das Substrat
Am wohlsten fühlt sich der Trichocereus in einem Substrat aus einem Teil Erde und einem Teil mineralischer Komponenten. Hier haben sich Sand, Lava, Perlit, Splitt, Brechsand oder feiner Kies gut bewährt. Bei der Wahl der Erde gilt es darauf zu achten, dass sie frei von unverrotteten Ästen oder Holzstücken ist und sich weich und leicht anfühlt.