Laut Gesetz sind die Anbieter von Leitungswasser verpflichtet die Reinheit des Wassers ständig zu überwachen. Schließlich wird das deutsche Leitungswasser als Trinkwasser gepriesen und Verschmutzungen könnten zu tragischen Auswirkungen führen.
Was prüft die Verordnung?
Die Trinkwasserbehörden überprüfen den Reinheitsgrad des Wassers. Denn unser Leitungswasser muss zunächst gefiltert werden, damit es den Ansprüchen an Trinkwasser genügt. Ob die Filterungssysteme auch richtig arbeiten, überprüft die Trinkwasserverordnung. In ihr sind die Grenzwerte für diverse Stoffe festgelegt. Diese schädlichen Stoffe wie Schwermetalle, Medikamentenrückstände und so weiter, gelangen über Pestizide, Landwirtschaft, das Leitungssystem und viele andere Wege in unser Leitungswasser. In der Trinkwasserverordnung werden bis zu 40 unterschiedliche Stoffe getestet. Erst wenn ihre Grenzwerte eingehalten wurden, darf es als Trinkwasser bezeichnet werden.
Bei Trinkwasser kommt es auf die Reinheit an
Damit Trinkwasser einen Nutzen für den menschlichen Körper entfalten kann, muss man nicht nur ausreichend trinken, sondern auch auf die Qualität des Wassers achten. Die Hauptaufgaben unseres Wassers liegen in zweierlei Bereichen. Zum Einen soll das Trinkwasser die Nährstoffe aus der Nahrung an die richtigen Stellen im Körper transportieren und zum Anderen soll es uns von schädlichen im Körper eingelagerten Stoffen befreien. Je reiner das Wasser ist, das wir zu uns nehmen, desto stärker kann es seine Reinigungswirkung entfalten. Rein ist ein Wasser dann, wenn nur wenige Stoffe in ihm gelöst sind. Es ist wie bei der Ladefläche eines Lastkraftwagens. Ist seine Ladefläche schon zum Teil befüllt, kann keine weitere Ware transportiert werden. Wasser hat nämlich eine Nimmfunktion und keine Bringfunktion. Die Trinkwasserbehörden in Deutschland versuchen ihr Bestes um ein möglichst reines Trinkwasser anbieten zu können. Die deutsche Trinkwasserverordnung ist auch strenger als die der meisten europäischen Länder. Mehr Stoffe werden überprüft und die Grenzwerte sind oft strenger gehalten als in den Nachbarländern. Doch leider können die Trinkwasseraufbereiter in den Wasserwerken nicht alle Stoffe aus unserem Wasser filtern. Studien belegen, dass es über 1.000 Stoffe in unserem Wasser gibt, für die die Trinkwasserverordnung leider keine Grenzwerte hat. Die Filterung all dieser Stoffe ist in diesem Rahmen noch nicht finanzierbar.