Lärm ist einer der Hauptgründe für Streit mit dem Nachbarn. Lautes Gepolter, ohrenbetäubende Musik oder die Bohrmaschine - aber es gibt auch ganz banale Gründe, dass es zwischen zwei Mietparteien zum Krach kommt. Wenn es ausreicht, über den Fußboden zu gehen, um Anlass zu Gerichtsverfahren zu geben, besteht Handlungsbedarf. Oftmals sind sich die Lärmverursacher gar keiner Schuld bewusst. Dabei ist das Trittschalldämmung Verlegen eines der leichtesten handwerklichen Übungen.
Was ist Trittschall überhaupt?
Wenn man auf dem Fußboden auftritt, entsteht Schall, der auf die Decke, Wände und Untergrund übertragen und so verdoppelt wird. Indem eine elastische Schicht zwischen Boden und Bodenbelag gelegt wird, verringert sich diese Geräuschbelastung erheblich. Trittschalldämmung heißt also, dass die harte Schale des Fußbodens durch eine schallschluckende Konstruktion abgekoppelt ist.
Unterschiedliche Materialien
Trittschalldämmungen können aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Am häufigsten kommen jedoch Mineralwolle und Polystyrol-Hartschaum zum Einsatz. Man sollte bei der Auswahl der Materialien auch immer auf die Schadstoffbelastung achten, denn neuere und moderne Stoffe sind oftmals mit chemischen Zusätzen versetzt. So fanden sich in Untersuchungen beispielsweise gesundheitsgefährdendes Formal, Blei und Flammschutzmittel. Naturdämmstoffe kommen ohne jegliche chemischen Beimengungen aus. Natürliche Werkstoffe sind beispielsweise Holzfaserplatten, Kork, Hanf oder Schafwolle.
Wer kein Geld für eine Trittschalldämmung ausgeben möchte, kann auch seinen alten Teppich verwenden. Dieser muss jedoch 100-prozentig eben sein. Zudem muss eventuell eine sogenannte Dampfsperre eingebaut werden. Diese verhindert, dass sich zwischen Teppich und Laminat unangenehme Gerüche oder gar Feuchtigkeit bilden.
Besonders bei Hartholzböden wichtig
Insbesondere bei harten Fußbodenbelägen wie Laminat und Parkett ist eine Trittschalldämmung unerlässlich, um die Nerven der Nachbarn zu schonen. Viele Laminatböden enthalten bereits eine integrierte Trittschalldämmung. Ist dies nicht der Fall, muss sie separat verlegt werden. Je nach Bauweise des Hauses genügt oft auch ein schwimmend verlegter Estrich.
Trittschalldämmung verlegen - aber wie?
Voraussetzung für das Verlegen einer Trittschalldämmung ist, dass der Untergrund völlig sauber und eben ist. Etwaige Unebenheiten wirken sich später unangenehm auf das Verlegen des Bodenbelags aus. Nun beginnen Sie die einzelnen Bahnen oder Platten auf den Boden zu legen, dabei müssen Sie darauf achten, dass sie Stoß an Stoß liegen. Die Ränder dürfen sich nicht überlappen. Wichtig ist auch, dass der Fußboden komplett mit der Trittschalldämmung belegt ist, damit keine Schallbrücken entstehen. Nachdem der gesamte Fußboden bedeckt ist, werden die aneinanderstoßenden Ränder mithilfe eines speziellen Stoßklebebands miteinander verbunden, sodass eine völlig einheitliche Ebene entsteht. Im Anschluss wird das Parkett oder Laminat nach den Angaben des Herstellers verlegt.