Trockenbauschleifer anwenden - Tipps vom Fachmann

Der Trockenbauschleifer macht das Schmirgelpapier überflüssig. Eine vielseitig verwendbare Schleifmaschine erleichtert die Arbeit an Decken und Wänden.


Immer mehr Privat -und Geschäftsgebäude werden mittlerweile aus Fertigteilen errichtet. Diese als Trockenbau bekannte Fertigbautechnik spart Zeit und viel Geld. Eine große Erleichterung dabei sind neuartige Maschinen, wie zum Beispiel der Trockenbauschleifer. Dabei handelt es sich um nichts anderes, als um eine Schleifmaschine, die allerdings aufgrund ihrer flexiblen Einsatzfähigkeit an Decken, Wänden und Böden, sowie an schwierigen Verbindungsstücken zwischen den Flächen sehr beliebt ist. Was ist ein Trockenbauschleifer? Welche Ausführungen gibt es und worauf sollte man beim Gebrauch achten?

Das Grundmodell und die Konstruktion
Sanierungsarbeiten, Tapezieren an meterhohen Wänden und Decken oder ein Neuanstrich des Treppenhauses: Überall, wo Flächen abgeschliffen werden müssen, eignet sich der Trockenbauschleifer in besonderem Maße. Es handelt sich dabei um ein vergleichsweise einfaches technisches Gerät, das aus einer sogenannten Giraffe - der durchschnittlich 1,6 bis 2 Meter langen Teleskopstange - und der daran angeschlossenen und befestigten Schleifmaschine besteht. Die Stange selbst wird aus Aluminium hergestellt -ein robustes und zugleich leichtes Metall. Aus diesem Grund wiegt ein im Handel angebotener Trockenschleifer im Durchschnitt weniger als 5 kg.
Kernstück des Trockenbauschleifers ist die Schleifmaschine. Sie setzt sich aus dem Schleifkopf, dem Schleifteller (auch als Schleifwanne bezeichnet) und dem „Schleifer“ (Schleifscheibe) zusammen. Schleifköpfe gibt es in verschiedenen Größen von 6 bis 25 mm Durchmesser, deren Oberfläche mit Diamant verhärtet wird. Diamant ist das härteste Material der Welt. Beim Schleifen an Wänden oder Decken entsteht aufgrund der Reibung eine enorme Hitze. Deshalb wird während der Arbeit mittels eines Schlauches Kühlwasser in die Schleifwanne zugeführt. Der Schlauch, welcher an der Maschine befestigt werden muss, sollte beim Gesamtpaket des angebotenen Trockenschleifers dabei sein. Schleifkopf und Schleifscheibe sind in der Schleifwanne montiert. Wer sich einen Trockenschleifer kaufen möchte, sollte auf ein Komplettangebot zurückgreifen. Für rund 630 Euro erhält man im Fachhandel eine Giraffe, einen Decken -und Wandschleifer (500 Watt) mit Zubehör (inklusive Saug- und Wasserschlauch). Je größer die Maschine, desto höher der Preis.

Anwendung und Gebrauch
Der Trockenbauschleifer hat den entscheidenden Vorteil gegenüber anderen Schleifmaschinen, dass er aufgrund seines austauschbaren Zubehörs selbst an die engsten Stellen von Wänden gelangt. Mit nahezu unverwüstlichen Schleifköpfen von 6 mm oder 9 mm Durchmesser können sogar Löcher abgeschliffen werden, was mit Schmirgelpapier oft sehr mühsam ist. Aber auch schmale Übergänge zwischen neu errichteten Fertigwänden und Decken, ja sogar Fugen, erreicht der Trockenbauschleifer wegen seiner Giraffenstange ohne Probleme. Damit ist das gefährliche Besteigen von Leitern nicht mehr notwendig. Beim Gebrauch sollten Heimwerker allerdings auf Vorsichtsmaßnahmen achten. Gerade weil beim Schleifen Hitze und Staub entsteht, ist es wichtig, den Schleifkopf stets ausreichend mit Wasser zu kühlen und Schutzkleidung, sowie eine Schutzbrille zu tragen.