Tropenfieber: Übertragung und Gefahren

Der Infektionsweg des Tropenfiebers sowie dessen epidemieartige Verbreitung als Todesursache Nummer eins in Länder der dritten Welt.


Kopfschmerzen, Fieber, Gliederschmerzen – diese grippeähnlichen Symptome sind vor allem in Ländern der tropischen und Subtropischen Klimazone ein Anzeichen für Malaria. Die als Sumpf-, Wechsel- oder auch Tropenfieber bezeichnete Infektionskrankheit ist weltweit eine der häufigsten Todesursachen und besonders für Kinder sehr gefährlich. Durch den Stich der weiblichen Anophelesmücke gelangen Parasiten in die menschliche Blutbahn, die je nach Art des Erregers verschiedene Formen von Malaria auslösen können. Diese unterscheiden sich jedoch im Krankheitsverlauf und der Dauer und Häufigkeit der Fieberschübe. Dabei ist die Malaria tropica die gefährlichste Art der Erkrankung, was eine Sterberate von 20 Prozent bei den Betroffenen bestätigt. Hierbei kommt es fast täglich zu einem Fieberanfall, der mit Schüttelfrost, Bewusstseinsstörungen, Lähmungen, bis hin zum Koma oder Tod auftritt. Beim weniger gefährlichen Malaria tertiana handelt es sich dagegen um eine vergleichsweise gutartige Verlaufsform der Erkrankung, bei der es nur an jedem dritten Tag zum Fieberanfall kommt und meist kaum Komplikationen auftreten. Zwar treten die Fieberschübe bei einer Malaria quartana circa an jedem vierten Tag auf, doch auch diese Art des Tropenfiebers ist weitgehend ungefährlich.

Übertragung des Tropenfiebers durch die Anophelesmücke

  • Malaria ist nicht von Mensch zu Mensch übertragbar. Nur durch einen Stich eines Moskitos können einzellige Sporentierchen über dessen Speichel in die menschliche Blutbahn gelangen. Nun werden diese in die Leber geschwemmt und können sich in den Leberzellen teilen und so vermehren. Durch die zu hohe Anzahl des Erregers in der Zelle platzt diese und der Inhalt wird wieder in die Blutbahn abgegeben.
  • Die Parasiten besiedeln zuletzt die roten Blutkörperchen und vermehren sich immer und immer wieder. Da beim Platzen der Blutkörperchen eine große Menge von für den Körper giftige Stoffe freigesetzt werden, versucht dieser sich durch eine Erhöhung der Körpertemperatur zur Wehr zu setzen und es kommt zu den oben beschriebenen, meist regelmäßig auftretenden Fieberschüben.

Die möglichen Risiken

  • Besonders für Kinder, chronisch Kranke und ältere Menschen kann Malaria einen gefährlichen Status erreichen, da sich das Immunsystem im Vergleich zu einem gesunden Menschen nicht gut genug wehren kann, um die Erreger wirksam zu bekämpfen.
  • Darüber hinaus sind die auftretenden Fieberanfälle eine sehr große Belastung für den menschlichen Organismus. Ein weiterer Aspekt der als gefährlich eingestuft wird, ist das sowohl der Erreger, als auch die Anophelesmücke selbst, durch häufige Mutationen immer wieder gegen Medikamente, Impfstoffe oder andere Mittel resistent werden. Daher müssen ständig neue Medikamente entwickelt werden um das Tropenfieber wirksam zu bekämpfen.