Turinabol zum Muskelaufbau - Risiken und Nebenwirkungen

Bei Turinabol handelt es sich um einen, dem männlichen Geschlechtshormon Testosteron ähnlichen Stoff, der im Bereich des Leistungssports zum Muskelaufbau eingesetzt wurde.


Zwischen den 60er und 90er Jahren war es das am meisten genutzte Anabolikum auf dem Markt. Aufgrund der starken anabolen, muskelaufbauenden Wirkung und der schwachen androgenen, vermännlichenden Wirkung wurde Turinabol als relativ sicher und unschädlich eingestuft und Sportlern, oftmals ohne ihre Zustimmung, verabreicht. Doch wie sicher kann die Einnahme eines stark Muskelaufbauenden Steroidhormones sein?

Risiken und Nebenwirkungen
Wie auch Testosteron wird Turinabol von der Leber inaktiviert. Jedoch wurde versucht mittels einer chemischen Veränderung des Steroides die Halbwertszeit zu verlängern. Das bedeutet, dass die Leber aufgrund dieser chemischen Veränderungen länger braucht um den Stoff unwirksam zu machen. Das steigert die Wirkung von Turinabol, erfordert allerdings auch einen hohen Arbeitsaufwand von Seiten der Leber und führt außerdem zu erhöhter Produktion von freien Radikalen. Diese wiederum können Entzündungen oder andere Schädigungen der Leber hervorrufen. Es ist darum nicht verwunderlich, dass Leberschädigungen zur Liste der möglichen Folgen der Anabolika-Einnahme gehören. Diese sind sogar so schwerwiegend, dass die für Turinabol verantwortliche Firma im Jahre 1994 ihr Produkt vom Markt nahm. Bluthochdruck und Muskelkrämpfe können unter anderem durch den explosiv ansteigenden Muskelaufbau zustande kommen: Der Körper schafft es nicht mehr die Muskeln richtig zu versorgen, die nicht versorgten Muskeln krampfen. Bluthochdurck kann jedoch auch aus direkter Rezeptoraktivierung oder anderen Mechanismen resultieren. Des Weiteren können Anabolika viele geschlechtsspezifische Nebenwirkungen haben. Bei der Anwendung von Anabolika bei Frauen und Mädchen wurden unter anderem eine Vertiefung des Stimmklangs, Bartwuchs und Akne bemerkt. Außerdem berichteten weibliche Konsumenten von gesteigerter Libido und Menstruationsstörungen. Langfristige Folgen können die gänzliche Unfruchtbarkeit der Betroffenen sein. Bei Männern wird die Verabreichung von Anabolika nicht so schnell deutlich. Einige Konsumenten klagten über Impotenz, allerdings sind die meisten durch Turinabol zugefügten Schäden erst langfristig festzustellen. Durch die konstant erhöhte Konzentration von Geschlechtshormonen wird die Prostata stark beansprucht. Diese Beanspruchung kann Erkrankungen oder sogar Krebs zu Folge haben.

Fazit

Obwohl Turinabol weniger als andere Anabolika in den Geschlechtshormon-Haushalt eingreift, ist es aufgrund der chemischen Alkylierung hochgradig Leberschädigend. Besonders gefährlich ist es, da es seine negativen Effekte lange Zeit auswirkt, ohne dass sich Symptome manifestieren. Eine Schädigung der Leber ist lange nicht zu spüren, bis sie akut und gefährlich wird.