Eine unterhaltsame und effektive Turnstunde zu organisieren und durchzuführen ist keine so schwere Aufgabe. Meistens kommt es auf die ausgewählten Spiele und Inhalte an, welche die Schüler motivieren sollen und zugleich Spaß machen. Natürlich darf dabei auch nicht das Lernpensum außer Acht gelassen werden, denn schließlich will man den Schülern auch etwas beibringen. Daher ist es wichtig, der Turnstunde eine allgemeine Richtung geben zu können, indem vorab festgelegt wird, welche sportliche Leistung geübt und am Ende erbracht werden soll. Ziel einer Turnstunde ist es nämlich Akrobatik und Beweglichkeit auszubauen.
Eine Sportstunde kann allgemein in drei Abschnitte eingeteilt werden, denn hier eignet sich diese klassische Einteilung gut. Die erste Phase ist das Aufwärmen, die zweite Phase ist der Hauptteil mit den Übungen und dem Training. Die dritte Phase umfasst die Abschlussspiele. Natürlich können zwischendurch immer wieder kleinere Elemente oder Spiele ergänzt werden. Noch vor dem Aufwärmen wäre eine kurze Absprache in einer kleinen Runde mit den Schülern sehr wichtig.
Aufwärm-Phase
Nach der Begrüßung kann also in Aussicht gestellt werden, wie das Programm für die Stunde aussieht, was ansteht und welche Übungen gemacht werden. Damit die Schüler mit einbezogen werden, kann abgestimmt werden, was sie gerne zum Aufwärmen oder am Ende spielen wollen. Somit können mehrere Alternativen angeboten werden, von denen sie sich das aussuchen, was ihnen am meisten Spaß macht. Eine andere Art der Aufwärmphase wäre es, wenn der Leiter einfach selbst festlegt, dass alle Schüler sich zehn Minuten einlaufen und danach gründlich dehnen sollen. Wahrscheinlich würde aber diese Variante eher Unmut unter den Schülern auslösen und demotivierend wirken. Schließlich macht dies ferner den Eindruck, als ob der Leiter nichts Besseres mit Schülern anzufangen weiß und sie deswegen einfach paar Minuten laufen lässt. Eine ausgefallenere Art des Aufwärmens ist dagegen zum Beispiel gemeinsames Aerobic zur passenden Musik. Besonders beim Turnen ist das Dehnen der Muskeln davor sehr wichtig und sollte nie ausgelassen werden, damit Muskelzerrungen oder im schlimmsten Fall ein Muskelriss vermieden werden kann.
Hauptphase
Der Hauptteil, der den meisten Umfang der Sportstunde einnehmen sollte, hängt von den Übungen und Lerninhalten ab, welche vom Leiter festgelegt werden. Wenn der Schwerpunkt nun auf dem Thema Turnen liegt, können demnach Stationen aufgebaut werden. Zum Beispiel für Handstand, ein Rad Schlagen, Bodenübungen und ähnliches. Dabei gibt es auch die Variante des Geräteturnen, was natürlich Geräteaufbau und -abbau einbezieht. Liegt der Schwerpunkt aber auf Leichtathletik, können die Schüler in drei Gruppen geteilt und jeweils den Übungen zu Springen, Laufen und Werfen zugeteilt werden. Es gibt also sehr viele Möglichkeiten die Hauptphase zu gestalten.
Abschlussphase
Ein Spiel zum Abschluss steigert dann nochmal die Laune und regt zum Auspowern an. Denn nach der zweiten Phase einfach aufzuhören, ist nicht sonderlich ratsam, da die Hauptphase mehr Konzentration und Training abverlangt. Für die Schüler ist es danach ein Vergnügen endlich wieder etwas anderes zu machen, um sich wieder auszutoben, ohne dass die Leistung bewertet wird, sondern nur der Heiterkeit und Zerstreuung dient. Daher ist dies ein idealer Abschluss für den Turnunterricht. Es ist auch möglich am Ende noch kurz einen Ausblick zu geben, was in der nächsten Stunde für Übungseinheiten erwartet werden können.
Verschiedene Arten von Spielen
Wem für eine Turnstunde nun absolut keine Ideen für Spiele oder Inhalte einfallen, dem können folgende Vorschläge weiterhelfen, um eine Turnstunde zu füllen. Ballspiele sind typische Aufwärm- und Abschlussspiele für eine Turnstunde, da sie die Teamfähigkeit steigern, die Motivation ankurbeln und das Adrenalin steigen lässt. Ein idealer Einstieg und Ausklang einer Turnstunde! Typische Ballspiele sind Brennball, Völkerball, Basketball, Fußball oder Baseball. Abhängig davon wie groß die Halle oder das Spielfeld im Freien ist, können zwei Gruppen gebildet werden, die sich für eins von zwei Spielen entscheiden können, je nachdem, was sie lieber mögen. Fang- und Reaktionsspiele haben sich auch bewährt. Wichtig ist es sich auch daran zu orientieren, was den Schülern wirklich Spaß macht, denn dann steht einer guten Turnstunde nichts mehr im Wege.