Typhus Impfung - Begleiter von Krieg und Katastrophen

Eine Typhus Impfung ist gerade bei Reisen in warme Länder, in denen schlechte Hygienebedingungen herrschen, unerlässlich.


Bei Typhus handelt es sich um eine schwere Allgemeinerkrankung, die durch Bakterien aus der Familie der Salmonellen hervorgerufen wird. Besonders in warmen Ländern, in denen schlechte Hygienebedingungen herrschen, kann sich Typhus besonders gut verbreiten.

 

Symptome einer Typhus Erkrankung
Kommt es zu einer Erkrankung, steigt das Fieber bis zu 40 Grad an und wird von Kopfschmerzen, Benommenheit und Schwindel begleitet. Das Wahrnehmungsvermögen der Patienten ist stark eingeschränkt. Deswegen wurde die Krankheit auch nach dem griechischen Wort für Nebel benannt. Auch der Magen-Darmtrakt ist von der Infektion betroffen. Denn Verstopfung und Blähungen sind weitere Begleiterscheinungen von Typhus. In schweren Fällen kann es auch zu einer Hirnhautentzündung oder Lungenentzündung kommen.

 

Schlechte Hygiene fördert Ausbreitung
Bei Katastrophen und Kriegen kann sich Typhus auch bis in kältere Regionen ausbreiten. Da sich Typhus über das Trinkwasser und über Lebensmittel ausbreitet, nutzt das Bakterium schlechte hygienische Umstände zur weiteren Verbreitung und Vermehrung. Bis zu 5 Prozent der mit Typhus infizierten Personen sind Salmonellen-Dauerausscheider, was bedeutet, dass sie gesund sind, für andere aber eine stetige Infektionsquelle darstellen. <

 

Behandlung von Typhus
Zwar kann man den Typhus mit Antibiotika behandeln, dennoch erwiesen manche Erreger in der letzten Zeit eine Resistenz gegen das Medikament. Eine TyphusImpfung als Präventivmaßnahme ist daher sinnvoller, besonders dann, wenn man in Länder mit unzureichenden Hygieneumständen verreisen möchte. Besonders in Asien und in Nordafrika ist der Typhus-Erreger immer noch sehr aktiv. Daher treten in diesen Teilen der Welt auch immer wieder neue Typhus-Epidemien auf.

 

Typhus Impfung ab dem zweiten Lebensjahr
Die Typhus Impfung ist bei Kindern ab dem zweiten Lebensjahr möglich und erfolgt als Schluckimpfung. Dabei handelt es sich um einen Lebendimpfstoff. Den Totimpfstoff gegen den Typhuserreger kann man auch spritzen. Ob man sich nun für eine Schluck- oder eine Spritzimpfung entscheidet, hängt von verschiedensten Faktoren ab. Die Schluckimpfung verliert nämlich an Wirksamkeit, wenn der Patient gleichzeitig an Magen-Darm-Infekten leidet oder sich auch einer Vorbeugungsmaßnahme für Malaria unterziehen muss. In diesen Fällen sollte man sich für die Spritzimpfung entscheiden.

 

Aktive Impfungen
Bei beiden Impfungen handelt es sich um aktive Impfungen. Das bedeutet, dass der Körper nach der Impfung Abwehrstoffe gegen den Erreger bildet. Kommt der Geimpfte dann mit den echten Typhus-Bakterien in Berührung, erkennt das Immunsystem den Krankheitserreger und bereits durch die Impfung gebildete Antikörper machen ihn unschädlich.

 

60 prozentige Wahrscheinlichkeit eines Impfschutzes
Bei der Spritzimpfung muss nur einmal geimpft werden. Der Impfschutz besteht nach 7-14 Tagen. Die Schluckimpfung wird dreimal eingenommen, wobei zwischen den einzelnen Impfungen immer zwei Tage liegen müssen. Zu beachten ist auch, dass bei der Impfung gegen Typhus manchmal Zeitabstände zu anderen Impfungen eingehalten werden müssen. Ein Impfschutz nach einer Impfung gegen Typhus besteht in 60 Prozent der Fälle, was bedeutet, dass nur sechs von 10 geimpften Personen tatsächlich auch einen Impfschutz besitzen.