Typische Einkaufsfallen im Supermarkt

Wir erklären Ihnen, wie Sie den raffinierten Einkaufsfallen im Supermarkt am besten begegnen.


Riesengroße Einkaufswagen, enge Gänge und alles was man dringend braucht, steht am anderen Ende des Marktes – erinnert Sie das an Ihren letzten Besuch im Supermarkt? All diese Einkaufsfallen sollen uns dazu verführen, mehr zu kaufen. Schließlich animiert ein halb leerer Wagen, ihn weiter zu füllen – also ist er extragroß, obwohl der Durchschnittskunde nur etwa zehn Produkte kauft.

Genau die richtige Breite
Den Gängen scheint besonders viel Bedeutung beigemessen zu werden. Diese sind nämlich so eng, dass das Tempo immer wieder gedrosselt wird, weil man durch andere Kunden ausgebremst wird. Gleichzeitig sind die Wege aber auch nicht zu schmal, ansonsten müsste man sich so sehr konzentrieren, durch den Supermarkt zu kommen, dass es schwierig werden würde, die Produkte wahrzunehmen. Wenn der Weg zu breit ist, halten Kunden dagegen nicht oft genug an und kaufen zu wenig. Fachleute sprechen sogar vom sogenannten„ass-brush-factor“: Kollidiert man fast mit einem anderen Kunden, lindert das die Kauflust ungemein!

Durch das Labyrinth zur Kasse
Das Einkaufstempo wird durch Hindernisse, wie Theken oder Aufsteller weiter gebremst. Eigentlich wollte man nur schnell Milch für den Kaffee kaufen, doch bis man endlich bei der Milch angelangt ist, ist man auch an vielen Verführungen, die der Markt zu bieten hat, vorbeigekommen.
Ständig wird der Supermarkt umgeräumt? So will man sicher gehen, dass die Kunden auf der Suche nach den gewünschten Produkten möglichst das gesamte Sortiment sehen – nur so kommen sie nämlich auch auf den Gedanken, etwas zu kaufen...

Gut und günstig – oder überteuert?
Ein alter Trick ist es, die günstige Ware zu „verstecken“ – auf Augenhöhe finden sich die teuren Markenprodukte, oben und unten stehen dagegen die günstigen Produkte. Fachleute sprechen von Bück- und Streckware. Nicht ganz so bekannt ist der Trick, die Produkte speziell aufzustellen: Unsere Augen scannen von links nach rechts. Die teuren Produkte stehen also immer rechts – genau dort, wo das Auge verweilt. Um ganz sicher zu gehen, sollten Sie immer die Grundpreisangabe der Produkte kontrollieren, diese steht entweder auf dem Preisschild oder am Regal.

Süße Tiere auf saftiger Wiese
Doch die Einkaufsfallen hören noch lange nicht auf. Bei der Milch,dem Fleisch oder den Eiern hängen Bilder, die Assoziationen an Heidi, heile Welt und ländliche Idylle wecken? Hinterfragen Sie, ob die Abbildungen der Wirklichkeit entstammen können. Achten Sie bei Eiern beispielsweise auf die Stempel: Die Ziffern 0 und 1 stehen für Freilandhaltung, 2 für Bodenhaltung und 3 für Käfighaltung.