Typische Männerberufe: Eine Liste

Welche Berufsbilder heute noch typische Männerberufe sind oder als typische Männerberufe angesehen werden – und was sie kennzeichnet.


Bei einem Blick in die aktuellen Printmedien, ins Internet oder auch ins TV stellt sich die Frage: Gibt es eigentlich noch typische Männerberufe? Viele Bereiche werden mittlerweile auch von Frauen gewählt. Doch nach wie vor existieren Berufe, in denen fast nur Männer anzutreffen sind. Dies hat unterschiedliche Gründe.

Was macht typische Männerberufe aus?

  • Heute gibt es kaum noch Berufe, die ausschließlich Männern vorbehalten sind. Seit dem Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichberechtigungsgesetzes in der EU ist es in Deutschland nicht mehr legal, bei der Auswahl von Bewerbern Unterschiede auf Grund des Geschlechts der Bewerberin oder des Bewerbers zu machen.
  • Es existieren aber immer noch Berufe, die dermaßen extreme physische Anforderungen stellen, dass Frauen sie einfach nicht ausüben können und die deswegen rein praktisch eine Männerdomäne sind.
  • Ein Beispiel dafür sind Arbeiten auf Bohrinseln zur Förderung von Erdöl, die aus schwerer körperlicher Arbeit bestehen und erfordern, dass man rund um die Uhr die härtesten Witterungsbedingungen aushalten kann. 
  • Auch eine Tätigkeit als Personenschützer ist immer noch eher ein Männerberuf, denn er verlangt unter Umständen den Einsatz des eigenen Lebens – und welcher Politiker möchte es sich im Fall eines Attentats nachsagen lassen, dass er eine Frau für sich hat sterben lassen?

Berufe, die traditionell als ein typischer Männerberuf angesehen werden

  • Traditionelle Männerberufe wie Soldat, Chauffeur, Schlosser oder Bauarbeiter haben Frauen schon lange für sich erobert. Weitere typische Männerberufe sind Straßenbauarbeiter, Müllmann, alle Berufe, die mit dem Bauhandwerk zu tun haben, wie Maurer, Bauschreiner, Dachdecker, Fliesenleger, Heizungsbauer oder auch Brunnenbauer, sowie Berufe im Bergbau und in der stahl- und blechverarbeitenden Industrie.
  • Auch Starkstromelektriker, Glasbläser, Überlandleitungsbauer, Feuerwehrmann, Schmied, Gerüstbauer und Schiffslotse oder Kapitän stehen für einen echten Männerberuf. Ein Priesteramt oder das Amt des Papstes können zurzeit nicht von Frauen ausgeübt werden. Auch wenn diese Berufe nicht gerade als typische Männerberufe bezeichnet werden können - aufgrund von Ideologie und männlichem Revierverhalten sind sie für Frauen nicht zugänglich.
  • Auch wenn inzwischen viele Frauen Männerberufe wie Gas- und Wasserinstallateur oder Kraftfahrzeugmechaniker ausüben, so bedeutet dies (noch?) keine Aufweichung des Images dieser Tätigkeiten, da der Anteil von Frauen in diesen Berufen dazu immer noch zu gering ist. Typische Männerberufe wird es also auch in Zukunft geben – unabhängig davon, wer in ihnen tätig ist.