Typische Stillprobleme

Wenn es Stillprobleme gibt, sind auch die Väter gefragt!


Stillen ist die natürlichste Sache der Welt, doch auch diese wunderbare Technik ist nicht unfehlbar. Die Natur hat es so eingerichtet, dass in Stresssituationen keine Milch abgegeben wird. Selbst, wenn die Mutter gute Absichten hat, können nervliche Belastungen und Stresshormone das Stillen durcheinanderbringen.

Typische Stillprobleme: Ursachen
Nachts, wenn das Baby gestillt werden muss, sorgen Schlafmangel und ein schlafender Partner für Missstimmung. Tagsüber können die vielfältigen Pflichten einer Mutter, die zum normalen Haushalt noch hinzukommen, selbst die mustergültigste Mutter vor unüberwindbare Probleme stellen. Hinzu kommt, dass gerade Erstgebärende eine romantisch verklärte Vorstellung vom Stillen haben, die in der Realität nur sehr schwer erfüllbar ist. Oftmals treten auch unverarbeitet gebliebene Konflikte hinzu, die für zusätzlichen Stress sorgen. Die Abhängigkeit von Baby und Partner belastet, auch die schwindenden Berufschancen verursachen Schwierigkeiten, die der Stillenden häufig gar nicht bewusst sind.

Väter sind gefordert
Viele Mütter erwarten zu viel auf einmal, fühlen sich minderwertig, sogar schuldig, wenn der Stillrhythmus aus dem Takt gerät. Das Baby ist in dieser Hinsicht ein sensibler Empfänger, es merkt augenblicklich, wenn die Mutter gereizt oder überfordert ist. Es wird unruhig, saugt viel zu schnell und schreit öfter. In dieser Situation ist es ganz wichtig auf die eigenen Gefühle zu hören und gemeinsam mit dem Partner, der Stillberaterin oder der Hebamme an Lösungen zu arbeiten, die Entlastung schaffen (beispielsweise eine Haushaltshilfe) um die Stillprobleme verschwinden zu lassen. Manchmal sind die Ursachen schnell gefunden; ablenkende Störfaktoren – etwa der Fernseher oder laute Geräusche – sind rasch identifiziert und aus der Welt geschafft. In seltenen Fällen aber sorgen auch körperliche Beschwerden für anhaltende Probleme beim Stillen.