Typischer Parkinson Verlauf

Der Parkinson Verlauf wird in fünf Stadien eingeteilt. Die Einteilung in Stadien wird nach Schwere der Krankheit durchgeführt und damit deutlich den einzelnen Symptomen zugewiesen.


Der Verlauf der Parkinsonkrankheit wurde von Hoehn und Yahr in fünf Stadien eingeteilt. Die Einteilung in Stadien wird nach Schwere der Krankheit durchgeführt und damit deutlich den einzelnen Symptomen zugewiesen. Diese Aufgliederung hat sich bis heute in weiten Teilen der Medizin durchgesetzt und dient sowohl Ärzten als auch Wissenschaftlern als universelles Leitbild für Parkinson Erkrankungen.

Parkinson Verlauf: Die verschiedenen Stadien
Im ersten Stadium sind Symptome oder Einschränkungen zu verzeichnen, die sich nur auf eine Körperhälfte beziehen. Meist sind zunächst die Bewegungsarmut oder der Ruhetremor zu erkennen. Im zweiten Stadium sind bereits beide Körperhälften betroffen, es treten aber noch keine Gleichgewichtsstörungen auf. Im dritten Stadium sind die Symptome beidseitig mäßig ausgeprägt, der Betroffene verspürt erste Gleichgewichtsstörungen, ist allerdings körperlich noch nicht hilfsbedürftig. Bis zu diesem Stadium ist der Erkrankte je nach ausgeübtem Beruf noch arbeitsfähig. Hier tritt auch die Haltungsinstabilität zum ersten Mal auf. Im vierten Stadium hat der Patient bereits schwere Krankheitssymptome, kann aber noch selbstständig gehen und stehen. Im fünften und letzten Stadium schließlich ist der Erkrankte ohne fremde Hilfe an das Bett oder an den Rollstuhl gebunden.

Stadien der Krankheit - individuell unterschiedlich
Wie lange ein Stadium dauert, ist letztlich vom einzelnen Menschen abhängig. Zum einen hängt der Parkinson Verlauf von der genetischen Veranlagung, zum anderen von der erfolgten Behandlung ab. Je früher die Parkinsonkrankheit behandelt wird, desto länger dauern die einzelnen Stadien. Die Durchschnittsdauer der einzelnen Stadien liegt bei etwas mehr als zwei Jahre (n). Mithilfe des Unified Parkinsons Disease Rating Scale (UPDRS) kann ein Mediziner den Patienten in diese Stadien einordnen. Auf dieser Skala wird mit Untersuchungen und Interviews des Patienten eine Punktzahl ermittelt, die einem der fünf Stadien zugeordnet werden kann. Die Skala versucht im Gegensatz zu den Stadien von Hoehn und Yahr, alle Symptome zu umfassen, nicht nur die Körperlichen. Mit dem UPDRS werden psychische und körperliche Auswirkungen, Einschränkungen des täglichen Lebens und Komplikationen der Behandlung untersucht.