Über die Beeinträchtigungen durch Kopfschmerzen im Alltag

Menschen mit Kopfschmerzen im Alltag sind mitunter Vorurteilen von ihren Mitmenschen ausgesetzt.


Kopfschmerzen im Alltag können von unterschiedlicher Stärke sein. Daher sind einige Menschen in der Lage, ihren Alltagsverrichtungen trotz eines Pochens an der Schläfe oder einem diffusen Druck vor der Stirn nachzugehen, während andere Menschen aufgrund von Kopfschmerzen und weiterer Symptome vollkommen an der Bewältigung ihrer Alltagsverpflichtungen gehindert werden. Ob Kopfschmerzpatienten gänzlich außer Kraft gesetzt werden oder ihre Leistungsfähigkeit lediglich eingeschränkt ist, hängt auch davon ab, welche Begleitstörungen neben den Kopfschmerzen auftauchen.

Kopfschmerzen vom Spannungstyp
Bei Kopfschmerzen vom Spannungstyp tritt Übelkeit so gut wie nie und Erbrechen überhaupt nicht auf. Auch verschlimmern sich die vorwiegend als „mittelstark“ zu kennzeichnenden Kopfschmerzen bei körperlicher Bewegung für gewöhnlich nicht, sodass Patienten ihre Tätigkeiten mit verringerter Leistungsfähigkeit fortführen können. Dennoch bleiben Berufstätige, die Kopfschmerzen vom Spannungstyp erleiden, durchschnittlich an 14 Tagen im Jahr ihrer Arbeit fern und werfen an 13 Tagen im Jahr ihre Freizeitplanung über Bord.

Migräne
Noch regelmäßiger und kompromissloser aus der Bahn geworfen werden Patienten mit Kopfschmerzen vom Typ Migräne und Clusterkopfschmerz. Durchschnittlich lassen sich Migränepatienten im Jahr an 17 Tagen vom Arzt für arbeitsunfähig erklären und an ebenso vielen Tagen verzichten sie auf übliche Freizeitaktivitäten. Schuld hierfür sind in erster Linie Begleitstörungen wie Licht- und Geruchsempfindlichkeit im Zusammenspiel mit großer Übelkeit, Brechreiz und Durchfall. Mehr als doppelt so viele Migränepatienten als Patienten mit Kopfschmerzen vom Spannungstyp sind durch ihre Kopfschmerzen und weitere Symptome ans Bett gefesselt.

Clusterkopfschmerz
Patienten mit Clusterkopfschmerz sind ähnlich wie Migränepatienten von Schmerzen höherer Intensität gepeinigt, sodass sie während einer Attacke von ihren alltäglichen Verrichtungen abgehalten werden. Ein gesteigerter Bewegungsdrang, der bei Clusterkopfschmerz typisch ist, lässt Betroffene aber selten ins Bett flüchten.

Deutlich wird in jedem Fall, dass Kopfschmerzen im Alltag erheblich die Lebensqualität eines Menschen beeinflusen.