Übergewicht Ursachen: Erbanlagen

Übergewicht Ursachen gibt es viele. Besonders die Erbfaktoren spielen bei Übergewicht eine große Rolle, denn diese können als Anlagen weitergegeben werden. Gewicht der Eltern und individueller Stoffwechsel sind also entscheidend für die Entstehung von Übergewicht.


Es hat sich herausgestellt, dass Anlagen für Übergewichtigkeit tatsächlich vererbbar sind. Auch Hüftbreite und die Neigung zur Fettansammlung am Bauch können weitergegeben werden. Dies bedeutet allerdings nicht, dass Menschen, die genetisch vorbelastet sind, auch übergewichtig sein müssen, da nur die Anlagen, aber nicht die Übergewichtigkeit selbst weitergegeben werden.

Leptin und Gewicht der Eltern

  • Normalerweise bildet sich in den Fettzellen des Körpers das Hormon Leptin, das dem Körper mitteilt, wann genug Nahrung aufgenommen wurde und mit dem Essen aufgehört werden kann. Ernährt man sich allerdings über einen längeren Zeitraum sehr fettreich, verschwindet das Leptin allmählich und somit auch das Sättigungsgefühl.
  • In manchen Fällen entsteht sogar eine Resistenz gegen Leptin. Durch seltene Genmutationen des Leptins kann dem Hormon auch lediglich das notwendige Signal fehlen, das dem Gehirn übermittelt, wann die Fettzellen ausreichend gefüllt sind. 
  • Studien besagen außerdem, dass das Risiko, zum Übergewicht zu neigen, bei Kindern mit übergewichtigen Eltern größer ist als bei Kindern normalgewichtiger Eltern. So besteht eine Wahrscheinlichkeit von 40 Prozent, dass ein Kind adipös wird, wenn bereits ein Elternteil unter Übergewicht leidet. Haben beide Elternteile Adipositas, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit sogar auf 80 Prozent.

Unterschiedlicher Stoffwechsel

  • Auch die Menge an Kalorien, die jeder Mensch täglich verbrennt, ist bei jedem unterschiedlich. Bedingt durch einen unterschiedlichen Stoffwechsel verbrennen schlechte „Futterverwerter“ die Energie aus aufgenommener Nahrung schneller als gute „Futterverwerter“. Diese schnellere Energieverbrennung äußert sich durch Wärme, die vom Körper ausgestoßen wird.
  • Gute „Futterverwerter“ hingegen verbrennen weniger Energie und produzieren somit auch weniger Wärme. Die nicht verbrannte Energie lagert sich im Körper in Form von Fettpolstern ab. Gute „Futterverwerter“ tun also gut daran, ihre Energieverbrennung durch Sport anzukurbeln.
  • Doch auch schlechte „Futterverwerter“ bereiten sich mit Sport ein gesünderes Leben. Aufgrund verschiedener Erbanlagen existiert also auch heute noch das Phänomen, dass manche Menschen viel essen können und wenig bis gar nicht an Gewicht zunehmen und andere Menschen hingegen sehr schnell Fett ansetzen.