Ultraschalltherapie

Meist wird die Ultraschalltherapie zusätzlich zur Chiropraktik eingesetzt, hauptsächlich um Beschwerden am Bewegungspparat zu lindern. Aber auch bei Brüchen und Entzündungen helfen die vom Ultraschallgerät ausgesendeten Schwingungen dem Körper sich selbst zu heilen.


Ultraschall kennen viele Patienten als bildgebendes Verfahren, mit dem Diagnosen – etwa bezüglich innerer Organe – gestellt werden können. Die aus hochfrequenten elektrischen Schwingungen entstehenden mechanischen Schwingungen können jedoch auch therapeutisch eingesetzt werden. Im weitesten Sinne zählt die Ultraschalltherapie zur Elektrotherapie, die vor allem zur Schmerzbehandlung und bei Durchblutungsstörungen, Muskelschwäche, Lähmungen und Erkrankungen des Bewegungsapparates eingesetzt wird. Bei der Ultraschalltherapie nimmt das Körpergewebe Schallwellen auf, die in Wärme umgewandelt werden. So sollen Selbstheilungsprozesse, besonders bei Frakturen, Arthritis und Sehnenentzündungen, unterstützt werden. 

  

Durchführung
Bei der Behandlung mittels Ultraschall bewegt der Therapeut einen Schallkopf kreisend über die erkrankte Stelle. Wie auch beim bildgebenden Einsatz gibt man Gel, Öl oder Wasser als Kopplungsmedium auf die Haut, um die Verbindung zwischen Schallkopf und Haut zu verbessern und die Übertragung des Ultraschalls in das Gewebe sicherzustellen. Die vom Schallkopf ausgehenden Schwingungen erzeugen Wärme im Körperinneren. Auch Medikamente in Gelform können durch Ultraschall in die Haut eingebracht werden. Die Ultraschalltherapie wird in mehren Sitzungen durchgeführt, die täglich fünf bis 15 Minuten dauern. Die Behandlungsdauer wird von Mal zu Mal gesteigert, nach etwa zwölf Behandlungen aber sollte eine Pause gemacht werden. Je nach Größe und Beschaffenheit der zu behandelnden Region kann der Ultraschall in verschiedenen Intensitäten eingesetzt werden.
 
Wirkung
Die durch die Ultraschallwellen im Gewebe erzeugte Wärme verstärkt die Durchblutung, verbessert den Zellstoffwechsel und hebt die Schmerzschwelle an. Die Schwallwellen massieren außerdem das Gewebe sozusagen von innen. Verletzungen von Muskeln und Sehnen können so besser heilen, eingeschränkt bewegliche Gelenke werden mobilisiert, gereiztes Gewebe beruhigt und der Schmerz lässt nach. Blutergüsse bilden sich durch die Behandlung mit Ultraschall schneller zurück, Knochenbrüche heilen durch die anregende Wirkung auf die Geweberegeneration schneller. 

  

Zum Einsatz kommt diese Methode vor allem bei Muskel- und Nervenschmerzen, Verspannungen, Sehnenscheidenentzündungen, Arthrose, Degenerationen der Wirbelsäule und zur Narbenheilung. 

  

Einschränkungen
Eine Behandlung mit Ultraschall muss unterbleiben in der Nähe von Sinnesorganen wie dem Auge, Gehirn, Rückenmark und Keimdrüsen, bei Herzschrittmachern ist die Brustgegend auszusparen. Auch bei Fieber, akuten Entzündungen, Tumoren, Hautinfektionen, Blutgerinnungsstörungen und Gefässkrankheiten ist von dieser Therapieform abzutraten. Bei Kindern und alten Menschen ist besondere Vorsicht geboten. Die Ultraschalltherapie wird meist nicht als alleinige Therapieform durchgeführt, sondern kommt als Zusatztherapie neben einer chiropraktischen Grundbehandlung zum Einsatz.