Die umgang mit Demenz ist vor allen Dingen für den Partner oder die Angehörigen schwierig.Sie dürfen den Betroffenen nicht drängen sich an etwas zu erinnern. Setzen Sie ihn nicht unter Druck. Eine Überforderung hilft niemandem, sondern führt nur zu Frust und einem noch niedrigeren Selbstwertgefühl bei dem Dementen. Gegen die Krankheit kann der Betroffene nicht ankommen, auch wenn er sich noch so viel Mühe gibt. Er wird sich auch nach langem, intensivem Nachdenken, nicht an das Vergessene erinnern, denn es wurde durch die Alzheimer-Erkrankung für immer gelöscht. Im Verlauf der Krankheit kommt auch die Fähigkeit zum logischen Denken abhanden. Versuchen Sie den Betroffenen nicht zu ändern. Sie sollten die Ansichten des Patienten einfach akzeptieren und Verständnis zeigen. Mit der besten Logik werden sie nichts ausrichten können, daher sollten Sie einen Streit vermeiden, denn das zehrt nur an Ihren Kräften. Auch das Orientierungsvermögen des Erkrankten ist stark eingeschränkt. Zu der verloren gegangenen Fähigkeit sich zurechtzufinden, kommt das Vergessen von Wegen und Orten, daher fühlen sich die Betroffenen oft unsicher und ängstlich. Sie sollten also keine großen Veränderungen im Leben des Dementen einführen. Wenn Umbauten in der Wohnung oder ein Umzug nicht zu vermeiden sind, versuchen Sie dies in möglichst kleinen Schritten umzusetzen. Ein gleichbleibender Tagesrhythmus hilft Betroffenen ein Stück Sicherheit zu erlangen und die Eigenständigkeit zu bewahren.
Sanfte Förderung
Ohne den Betroffenen zu überfordern, können Sie ihn dennoch fördern. Verbringen Sie möglichst viel Zeit mit ihm. Erzählen Sie ihm etwas aus der Vergangenheit, über sich oder über den Betroffenen selbst. Erwähnen Sie Zeit, Datum und Ort in den Gesprächen. Auch können Sie ihm kleine Aufgaben stellen, zu denen er noch in der Lage ist, da Erfolgserlebnisse das Selbstwertgefühl fördern. Denken Sie daran, dass die Patienten nicht mehr in der Lage sind, mehrere Reize gleichzeitig verarbeiten können. Sie sollten also das Radio oder den Fernseher ausschalten, wenn Sie sich mit ihm unterhalten. Einem Gespräch mit einer Gruppe von Leuten kann der Betroffene nicht mehr richtig folgen. Sprechen Sie daher in einfachen und kurzen Sätzen.
Auch wenn Sie diese Tipps beherzigen, ist daer Umgang mit Demenz nicht einfach. Bewahren Sie die Ruhe, wenn mal wieder etwas nicht erledigt wurde oder etwas zu Bruch gegangen ist. Der Betroffene kann nichts dafür.