Umlaufrendite - was ist das?

Die Umlaufrendite ist ein wichtiges Instrument des Kapitalmarktes. Sie spiegelt die Durchschnittsrendite von Anleihen wider.


Obwohl nur wenige Privatanleger mit diesem Wort etwas anfangen können, stellt die Umlaufrendite eines der wichtigsten Kapitalmarktinstrumente dar. Ein Instrument, das die Durchschnittsrendite von Anleihen höchster Bonität widerspiegelt und zwar als Durchschnittswert aller im Umlauf befindlichen festverzinslichen Wertpapiere. Der Wert der Umlaufrendite wird durch die Deutsche Bank ermittelt.

Die Umlaufrendite: Ein Maß für das Zinsniveau am Rentenmarkt
Unter die Rubrik "festverzinsliche Wertpapiere" fallen unter anderem inländische Anleihen mit einer Restlaufzeit von vier Jahren. Mit dem Instrument der Umlaufrendite steht Privatanlegern eine repräsentative Kennzahl für die aktuellen Zinskonditionen am Kapitalmarkt zur Verfügung. Auf diese Weise wird dem Anleger eine übersichtliche Darstellung gegeben. Um Privatanlegern einen noch besseren Überblick zu geben, werden verschiedene Kategorien abgebildet, die sich neben dem Herausgeber eines Wertpapiers, dem so genannten Emittenten und den Restlaufzeiten untergliedern. Eine weitere Unterteilung erfolgt auch nach den emittierenden Gruppen, die jeweils unter Banken und Staaten aufgelistet werden.

Bestimmungsfaktor Zahlungsfähigkeit
Öffentliche Anleihen werden neben den Ländern auch durch den Bund, die Bahn oder die Post ausgegeben. Da diese Emittenten eine äußerst hohe Bonität besitzen, kann der Privatanleger davon ausgehen, dass entsprechend auch eine Zahlungsfähigkeit gegeben ist. Von daher findet man derartige Investments vorwiegend bei Rentenpapieren. Der Vorteil dieser Rentenpapiere liegt also in der Sicherheit, der Nachteil in der niedrigeren Verzinsung. Denn Anlagen, die weniger spekulativ gehandelt werden, werfen entsprechend eine niedrigere Rendite ab. Dafür ist im Umkehrschluss das Geld stets sicher angelegt, was insbesondere im Rentenalter von Vorteil ist.

Die Umlaufrendite spiegelt das Zinsniveau am Kapitalmarkt wider
Privatanleger haben auf diese Weise die Möglichkeit, eine sichere Einschätzung des Marktniveaus vorzunehmen. Denn die Umlaufrendite stellt nicht nur den DAX-Pendant am Rentenmarkt dar, man rechnet mit dieser Größe auch am Sekundärmarkt. Daher bergen solche Wertpapiere lediglich ein geringes bis gar kein Risiko. Die hohe Sicherheit besteht darin, dass der Staat für diese Wertpapiere eine feste Verzinsung garantieren kann, die völlig unabhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung ist. Somit ist eine Auszahlung auch stets gesichert. Zudem lässt sich der Wert der Umlaufrenditen an den jeweiligen Einzelwerten deutlich ablesen. Da dieser Wert zudem täglich ermittelt wird, stellt er gegenüber allen Beteiligten sicher, dass diese ohne unnötige Zeitverzögerung auf eventuelle Veränderungen am Kapitalmarkt sofort reagieren können.