Die Feinde jeden Gärtners sind schnell ausgemacht: Spinnmilben, Blattläuse, Fruchtfliegenlarven, Thripse und weiße Fliegen. Denn wo Pflanzen sind, sind Schädlinge leider nicht weit. Wer jetzt jedoch gleich zu Chemie greift, tut weder seiner Pflanze noch der Umwelt einen Gefallen. Eine viel schonendere Lösung ist es, umweltschonenden Pflanzenschutz zu wählen. Möglichkeiten seinen Biogarten zu schützen gibt es viele.
Mit Leim gegen Schädlinge
So gibt es beispielsweise Leimfallen oder Leimringe gegen Blattläuse und Co., die ganz ohne Chemie die Schädlinge von der Pflanze weglocken, die dann auf der Falle kleben bleiben. So werden Fraßschäden und die Eiablage verhindert. Achten Sie darauf, dass die Fallen möglichst grün sind, da gelbe Leimpräparate alle Insekten, auch Nützlinge, anlocken.
Haushaltstipps ausprobieren
Manchmal helfen auch schon einige Kniffe, die seit Jahrzehnten bekannt sind. So hilft Schmierseife wirkungsvoll gegen Blattläuse und greift dabei keine Nützlinge an. Für Anwender ist die Seifenlösung ebenfalls unbedenklich. Auch kann es helfen, die Pflanzen einmal kräftig abzuduschen. Ist das Grünzeug noch nicht zu ser befallen, kann dies bereits ausreichen, die Schädlinge zu vertreiben.
Nützlinge: Insekt gegen Insekt
Sehr sinnvoll ist es, Nützlinge zu fördern. Allerdings muss man dafür natürlich ersteinmal in der Lage sein, die freundlichen Helfer zu erkennen. Schauen Sie sich also genau um, was alles in Ihrem Garten krabbelt. Florfliegen, Schwebfliegen, Marienkäfer, Laufkäfer und Schlupfwespen gehören zu den äußerst praktischen Nützlingen, denn diese Tiere ernähren sich von Schädlingen. Wer sie nicht in seinem Garten wohnen hat, kann sie auch kaufen.
Vorsicht ist besser als Nachsicht!
Am besten ist es natürlich, Schädlinge gar nicht erst entstehen zu lassen und so ganz auf Pflanzenschutz verzichten zu können. Denn sie kommen erst durch die Umstände, die ihnen einen angenehmen Lebensraum verschaffen. Also heißt die Devise: richtig vorsorgen! Denn vorbeugen ist natürlich immer besser als heilen, achten Sie also auf den richtigen Standort und die korrekte Pflege. Gemüse und Obst benötigt beispielsweise immer einen sehr sonnigen, offenen Standort und verträgt keine Staunässe. Generell sollten die Pflanzen nicht zu eng stehen, damit die Luft zirkulieren und alles antrocknen kann. Pilzkrankheiten verbreiten sich schließlich nur auf feuchten Pflanzen. Auch ist es sinnvoll, Pflanzen regelmäßig zurückzuschneiden und so für eine bessere Durchlüftung zu sorgen. So verringert man die Gefahr einer Pilzkrankheit.