Unerfüllter Kinderwunsch - zwischen Hoffnung und Leid

Ein unerfüllter Kinderwunsch ist leider gar nicht so selten. Für die betroffenen Paare ist es immer traumatisch.


Das erste gesprochene Wort, der erste feste Freund oder die erste eigene Wohnung. Das sind die Momente, an die sich Eltern bei ihren Kindern ein Leben lang erinnern werden. Zwar ist es nicht immer leicht, Kinder zu erziehen. Aber für viele Paare bedeutet ein Kind die Erfüllung in einer langjährigen Partnerschaft. Erst wenn sich das erste Kind ankündigt, wird aus dem Paar eine kleine Familie.

Achterbahn der Gefühle
Familienglück ist leider nicht allen Paaren vergönnt. Denn 15 bis 20 Prozent aller deutschen Paare bleiben ungewollt kinderlos. Ein unerfüllter Kinderwunsch ist eine emotionale Belastungsprobe für viele Beziehungen. Der Wunsch nach einem Baby wird übermächtig und lebensbestimmend. Die Tage, Wochen und Jahre gleichen einer Achterbahn der Gefühle. Die Emotionen schwanken zwischen Hoffnung, Angst und Verbitterung.

Immer später Kinder
Viele organische, hormonelle aber auch psychische Gründe können dazu führen, dass Paare kinderlos bleiben. Aber auch die gesellschaftliche Entwicklung hat dazu beigetragen, dass Frauen immer später oder nie Kinder bekommen. Verhütungsmethoden haben es möglich gemacht, dass die Entscheidung für ein Kind bewusst getroffen werden kann. Dies geschieht aber zu einem immer späteren Zeitpunkt im Leben einer Frau. Karriere und Selbstverwirklichungsträume stehen dem Familienglück lange im weg.

Viele Möglichkeiten, doch noch ein Baby zu bekommen
Wenn der Nachwuchs über ein Jahr lang ausbleibt, spricht man von Unfruchtbarkeit. Eine unerfüllter Kinderwunsch ist aber kein Schicksal, das betroffene Paare hinnehmen müssen. Heute gibt es viele Möglichkeiten, doch noch ein eigenes Baby in den Armen zu halten.
Für Paare, die ein Baby bekommen möchten, gibt es viele Möglichkeiten, eventuelle Fruchtbarkeitsstörungen zu beheben. Meist bleibt aber nur die künstliche Befruchtung als letzte Möglichkeit, die eigenen Gene an ein Kind weiterzugeben. Neben reproduktionstechnischen Verfahren, die körperlich und seelisch sehr belastend sind, ist die Adoption eine weitere Alternative zur natürlichen Geburt.