Unfallrente versteuern - das müssen Sie wissen

Beim Unfallrente versteuern müssen einige wichtige Faktoren beachtet werden damit die Rente trotz des Steuerabzugs noch rentabel ist.


Bei der Unfallrente muss zwischen der gesetzlichen und der privaten Form unterschieden werden, je nachdem welche Form vorliegt fällt die Versteuerung anders aus.

Unfallrente versteuern – generelle Informationen
Im § 3 Absatz 1a Einkommensteuergesetz ist festgelegt, dass die gesetzliche Unfallrente grundsätzlich nicht versteuert werden muss. Bei einer privaten Unfallrente trifft dieses Gesetz jedoch nicht zu. Nur die Kapitalabfindung der privaten Unfallrente ist von der Steuer befreit, die monatliche Rente unterliegt der Steuerpflicht. Liegt das monatliche Einkommen einschließlich der privaten Unfallrente unter dem jeweiligen Freibetrag, so muss nichts versteuert werden. Bekommt ein Rentner die gesetzliche Unfallrente, so sollte dem Finanzamt ein Rentenbeleg geschickt werden, aufgrund dessen werden diese Rentner als steuerbefreit vermerkt.

Was müssen die Rentner beim Unfallrente versteuern wissen und beachten?
Bis 2004 wurde jede Form der Rente in Deutschland mit ihrem Ertragsanteil versteuert, seit 2005 gilt eine neue Regelung. Diese besagt, dass die gesetzliche Unfallrente nicht besteuert wird und die private Unfallrente nach wie vor mit ihrem Ertragsanteil besteuert wird. Der monatliche Rentenbetrag muss bei der Einkommenssteuererklärung als ein zusätzliches Einkommen mit angegeben werden. Für die Berechnung des jeweiligen Ertragsanteils ist das Renteneintrittsalter von größter Wichtigkeit. Der enthaltende Zinsanteil der privaten Unfallrente wird in Form eines steuerpflichtigen Einkommens angerechnet und mit dem individuellen Steuersatz versteuert. Die Regelung für die Versteuerung ist im Einkommenssteuergesetz in § 22 festgelegt. Das zu versteuernde Einkommen setzt sich dabei aus allen verschiedenen und regelmäßigen Einkommensarten zusammen, zu diesen Einkommensarten zählt auch der Ertragsanteil einer privaten Unfallrente. Alleinstehende haben einen Freibetrag von 8.004 Euro, bei Familien gilt eine Grenze von 16.009 Euro. Werden diese Freibeträge überschritten, so sind diese Personen steuerpflichtig. Zu dieser Steuerpflicht zählt auch das Unfallrente versteuern.

Unfallrente versteuern – das Fazit
Ist eine gesetzliche Unfallrente vorhanden, so lässt sich die Steuerfreiheit relativ schnell beim Finanzamt belegen. Bei einer privaten Unfallrente muss das Unfallrente Versteuern auf jeden Fall vorgenommen werden, wenn der jeweilige Freibetrag überschritten wurde. Das gesamte regelmäßige Einkommen aus verschiedenen Erwerbstätigkeiten oder aus der Rente muss beim zuständigen Finanzamt angeben werden und wird nach dem jeweiligen Steuersatz versteuert.