Unhygienische Nager: Mäuse und Ratten bekämpfen

Entdeckt man sie in der Wohnung, sollte man Ratten bekämpfen, ehe sie größeren Schaden anrichten, denn sie sind eine ernste Gefahr für die Gesundheit.


Neben dem Menschen ist die Maus das weitverbreiteste Säugetier auf der Welt. Auch die Ratte tritt häufig auf: In Ballungsgebieten kommen auf jeden Einwohner zwei bis drei Ratten. In seinem Haus will man die kleinen Nager natürlich trotzdem nicht haben – schließlich sind sie Krankheitsüberträger und somit Schädlinge.

Die Hausmaus
Die Hausmaus wird fünf bis sieben Zentimeter lang, der Schwanz ist noch einmal ebenso lang. Sie hat einen dunkelgrauen Rücken, einen hellgrauen Bauch, dazu kleine Ohren, Knopfaugen und lange Barthaare. Sie zeigt sich tagsüber eigentlich nicht – nur wenn es absolut still ist. Die Hausmaus ist verfressen. Sie braucht täglich ungefähr 40 Prozent ihres Eigengewichts an Nahrung. Dadurch hinterlässt sie natürlich auch viele Spuren: Der Kot ist das beste Anzeichen dafür, dass man eine Maus in der Küche oder im Keller hat. Auch angeknabberte Sachen sind ein Anzeichen für Nagerbefall, so schleifen sie nämlich ihre Zähne ab. Dabei bleibt nichts verschont: Möbel, Matratzen, Teppiche, Bücher, Mauern und leider auch Kabel werden angeknabbert. Dadurch kann ein erheblicher Sachschaden, im schlimmsten Fall sogar ein Brand, entstehen.
 Mäuse und Ratten bekämpfen?
Die klassische Lösung, Mäuse und Ratten bekämpfen zu können, sind natürlich Fallen. Zum einen gibt es Totschlagfallen aber auch Lebendfallen sind eine Alternative. Als Köder bietet sich statt Käse Schokolade oder Speck an. Auch sollte man gleich mehrere Fallen aufstellen Totschlagfallen sollte man nach Gebrauch gut desinfizieren, weil die Mäuse sonst riechen, dass eine ihrer Artgenossen darin gestorben ist – Mäuse senden Duftstoffe ab, wenn sie Angst haben. Giftfallen sind problematisch, da die Tiere dann das Gift fressen, irgendwo verenden und anfangen zu stinken. Die beste Mausefalle ist aber natürlich immer noch eine Katze.

Die Wanderratte
Der Rumpf der Wanderratte ist meist um die zwölf Zentimeter lang, kann aber auch bis zu 20 Zentimeter lang werden und etwa ein halbes Kilogramm wiegen. Der Schwanz ist noch einmal etwa halb so lang. Sie hat große Nagezähne, das Fell ist hell- bis dunkelgrau. Die Wanderratte hat heute die Hausratte vertrieben, sie ist deutlich größer und plumper als die Hausratte. Diese hat eine dunklere Färbung einen längeren Schwanz und große Ohren, tritt aber nicht so oft auf. Beide Ratten sind Allesfresser. Da die Ratte Krankheiten übertragen kann, sollte man Fallen aufstellen und nicht aufgeben, bis man sie gefangen hat. Ratten leben in Familienverbänden, sie sind Allesfresser, bevorzugen aber tierisches Eiweiß. Genau wie Mäuse haben sie einen Nagetrieb und zerstören damit oft die Einrichtung. Neben den Totschlagfallen gibt es auch für Ratten Lebendfangfallen. Auch Ultraschall soll gegen die Nager helfen. Noch ist aber nicht erwiesen, dass dies wirklich hilft. Giftfallen sind bei Ratten ebenso wenig empfehlenswert wie bei Mäusen.