Unkraut jäten - Der Dschungel beginnt vor der Tür

Unkraut jäten ist eine anstrengende Beschäftigung, die keiner gerne auf sich nimmt. Dank neuster Technologien ist damit bald Schluss.


Unkraut jäten muss sein, denn der Dschungel beginnt schon oft vor der Tür. Das denkt man wohl jedes Mal, wenn man in seinen Garten schaut. Doch schon allein vom Anblick bekommt man Rückenschmerzen, Gelenkprobleme und Schwielen an den Händen.
Dann denkt man an all die Versprechen der Hersteller von Wunderhilfsmitteln und hofft, dass doch eines davon gerade einem selbst bei der Bekämpfung gegen Unkraut helfen mag. Unkraut wird zumeist als störende Pflanze bezeichnet. Je nachdem, bei wem sich Unkraut anfindet, wird es bereits als eingetretener oder zu befürchtender wirtschaftlicher Schaden empfunden. Oder einfach nur als ästhetischer Störfaktor.

Kulturpflanze oder Unkraut?
Es kann sich bei dem vermeintlichen Unkraut auch um unerwünschte Wildpflanzen oder spontan aufwachsende Kulturpflanzen handeln. Ebenfalls ist der Begriff Unkraut nicht nur auf Kräuter im eigentlichen Sinne beschränkt, sondern beinhaltet auch Gräser, Farne, Moose oder holzige Pflanzen. So bezeichnet man allgemein Unkraut erst dann als Unkraut, wenn es als störend empfunden wird. Aussagen hierüber führten bereits zu Nachbarschaftsstreitigkeiten und sogar zu politischen Diskussionen. In den 80er Jahren, zum Höhepunkt der Umweltbewegung, wurde gefordert, dass Unkraut durch Wildkraut ersetzt wird. Allerdings konnte sich dies nie durchsetzen.

Roboter fürs Unkraut jäten
Dank neuester Technologie wird wohl bald keiner mehr Unkraut jäten müssen, sondern Roboter werden diese lästige Tätigkeit übernehmen. Nach Plänen amerikanischer Ingenieure sind dies die Pläne der Zukunft. Diese autonomen Maschinen können Unkraut jäten, Schädlinge aufspüren, Bodenproben entnehmen und eigenständig ihren Weg durch die Pflanzenreihen finden. Zumindest berichtet dies die Universität Illinois. Man sollte Unkraut nicht blind jäten, denn zum Beispiel Löwenzahn oder Vogelmiere können an Meerschweinchen und Kaninchen verfüttert werden. So findet auch dieses Kraut noch sinnvolle Verwendung.

Chemische Mittel vermeiden
Zur Unkrautbekämpfung sollten man auch chemische Mittel am besten vermeiden. Sie töten nicht nur das Unkraut ab, sondern auch durchaus nützliche Lebewesen am Boden. Auch könnten die Rückstände der Chemiekeulen durch den Verzehr der umliegenden Nutzpflanzen in den eigenen Körper gelangen, was sehr ungesund wäre.Jedoch gibt es auch sehr gesundes Unkraut, welches man keinesfalls jäten sollte, nähmlich unter anderem Kamille, Brennnessel und Spitzwegerich.