Unterhalt für Kinder - Unterhaltspflicht sichert den Lebensbedarf

Unterhalt für Kinder ist gesetzlich vorgeschrieben und sichert deren Existenz.


Für Eltern besteht die grundsätzliche Verpflichtung, den Lebensbedarf durch Unterhalt für Kinder zu sichern. Tritt durch eine Auflösung der Partnerschaft oder einer Scheidung die Situation auf, dass das Kind nur bei einem Elternteil lebt, trägt dieser seine Unterhaltspflicht durch Fürsorge- und Erziehungsleistungen. Der Elternteil, der seinen Haushalt nicht mehr mit dem Kind teilt, ist dazu verpflichtet einen so genannten Barunterhalt zu zahlen. Die Höhe des zu zahlenden Betrags wird nach dem Einkommen berechnet.

Unterhaltspflicht bei volljährigen Kindern
Im Falle der Unterhaltspflicht differenziert man zwischen minderjährigen, privilegiert volljährigen und volljährigen Kindern. Minderjährige haben einen unbestreitbaren Anspruch auf Unterhaltszahlungen. Ist mit der Volljährigkeit des Kindes die Selbstversorgung nicht gegeben, da es sich noch in der Berufsausbildung (Schule, Studium) befindet und über kein eigenes oder nur geringfügiges Einkommen verfügt, bleiben die Unterhaltspflicht der Eltern bestehen. Leben die Kinder noch im Haushalt der Eltern und sind unverheiratet, werden diese Kinder als privilegiert Volljährige getitelt und die Unterhaltspflicht der Eltern bleibt bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres wiederum bestehen.

Finanzierung der Berufsausbildung
Eltern sind dazu verpflichtet für die erste Berufsausbildung ihres Kindes aufzukommen. In Ausnahmefällen, wie einem Unfall oder chronischen Krankheiten, die einen Berufswechsel mit sich ziehen, können auch hier die Eltern zur Verantwortung, also zur Finanzierung einer weiteren Ausbildung, gezogen werden.

Verletzung der Unterhaltspflicht
Die Verletzung der Unterhaltspflicht ist ein Vergehen, das mit einer Geldbuße oder einer bis zu dreijährigen Haftstrafe geahndet wird. Im Falle einer Verweigerung des Barunterhalt zahlenden Elternteil, können die Alleinerziehenden den Unterhaltsvorschuss bei den betreffenden Stellen der Jugendämter beantragen. Dieser dient Überbrückung des fehlenden Betrags, bis eine private oder gerichtliche Einigung zwischen den beiden Elternteilen getroffen wurde.

Unterhalt einklagen 

Wird der Pflicht, Unterhalt für Kinder zu zahlen, nicht nachgekommen, kann das alleinerziehende Elternteil den Unterhalt beim Familiengericht einklagen. Dies ist oftmals eine langwierige Angelegenheit, da die Gerichte erst einen begründeten Verdacht belegt bekommen müssen. Weiterhin verweigern selbst Verurteilte meist den zu zahlenden Betrag. Bekommt der Anspruchsteller bereits die Sozialleistung in Form von Unterhaltsvorschuss und der Differenzbetrag wird auch nicht vom unterhaltspflichtigen Elternteil gezahlt, stellt das Jugendamt selbst Strafanzeige.