Um einen Wühlmausbefall sicher feststellen und die Anwesenheit des nützlichen Maulwurfs ausschließen zu können, sollten die vorgefundenen Erdhaufen und Gänge genau betrachtet werden. Die Tiere selbst sind leicht zu unterscheiden, obwohl unter der Bezeichnung "Wühlmäuse" verschiedene Gattungen zusammengefasst werden, die sich in Größe, Farbe sowie Aktivitätsspanne deutlich voneinander unterscheiden.
Somit bietet es sich an, die Tiere dadurch zu identifizieren, indem ausgeschlossen wird, es mit einem Maulwurf zu tun zu haben. Ein Maulwurf im Garten ist eine gute Methode, sich vor einer Wühlmausinvasion zu schützen, denn die friedlichen Insektenfresser verteidigen ihren Bau und damit auch ihr Territorium gegen eindringende Wühlmäuse. Wichtiog ist, dass Sie Wühlmaus und Maulwurf unterscheiden können.
Der Maulwurf
Der europäische Maulwurf ist etwa zwölf bis zwanzig Zentimeter lang und hat ein weiches, zumeist dunkelgraues oder schwarzes Fell, gibt silbergraue und braune Varianten. Aufgrund seiner unterirdischen Lebensweise sind die Augen nur rudimentär entwickelt, dafür fallen die gut ausgebildeten, zu Grabinstrumenten entwickelten Vordergliedmaßen auf. Das einzelgängerisch lebende Tier ernährt sich ausschließlich von Insekten und ist streng geschützt.
Die Wühlmaus
Die Wühlmaus kann eine Länge von sieben bis 23 Zentimeter erreichen, ihr Gewicht variiert in Abhängigkeit zur Länge. Die größte Wühlmaus ist die Bisamratte, die bis 2,5 Kilogramm schwer werden kann. Farblich reichen die Varianten von Gelb-braun oder rötlich über grau bis hin zu völlig schwarzen Exemplaren. Zumeist bezeichnet "Wühlmaus" die tagaktive Ostschermaus- auch Wühlratte, Wollmaus oder Wasserratte genannt- die bis 20 Zentimeter lang wird und auf Äckern, in Baumschulen und Obstanlagen großen Schaden anrichtet.
Wie sehen die Haufen und Gänge aus?
Die von Wühlmäusen aufgeworfenen Erdhügel sind meist länglich und von Pflanzen- und Wurzelresten durchsetzt. Die darunter liegenden Gänge sind meist schmal. Zur sicheren Unterscheidung bietet sich die "Verwühlprobe" an, denn aufgegrabene Gänge werden von Wühlmäusen wieder verschlossen. Maulwurfshügel sind mit bis zu 15 Zentimetern deutlich höher. Sie bestehen ausschließlich aus der aufgeworfenen Erde, sind gleichmäßig rund und liegen am Ende eines Ganges. Einmal geöffnete Gänge, die einen kreisrunden Durchmesser aufweisen, werden nicht wieder geflickt.
Auch das spontane Einsinken in eine scheinbar noch makellose Wiese kann auf Wühlmausbefall hindeuten – dann haben die Tiere direkt unter der Grasnabe ihre Gänge angelegt und sich bereits erfolgreich im Garten etabliert. Kränkelnde oder absterbende Pflanzen in der Nähe weisen oft deutliche Fraßspuren an den Wurzeln auf.
Kampf der Wühlmäuse
Um der Wühlmäuse Herr zu werden, bieten sich verschiedene Methoden an. Die Entscheidung für eine davon ist von mehreren Faktoren abhängig: Soll einem Befall vorgebeugt werden oder sind Wühlmäuse definitiv anwesend – und wenn ja: wie viele? Neben drastischen Maßnahmen wie Gift oder Fallen halten sich auch sanftere Methoden auf dem Markt, die mehr darauf abzielen, den Tieren die Anwesenheit im betroffenen Gebiet zu verleiden.