Unterschiedliche Arten von Essstörungen

Es existieren viele unterschiedliche Arten von Essstörungen. Die bekanntesten sind Magersucht, Bulimie und Adipositas. Noch nicht so populär sind beispielsweise Orthorexia und der Adoniskomplex.


Es gibt viele verschiedene Arten von Essstörungen, die sich auf unterschiedliche Weise bemerkbar machen. Ob man nun zu wenig, zu viel oder zu gesund isst, sich erbricht oder verschiedene Mittel einnimmt, um die Aufnahme von Kalorien in den Körper zu verhindern, es liegt immer eine seelische Störung vor. Selten hat diese seelische Beeinträchtigung mitt der eigenen Figur oder dem Essen an sich zu tun. Häufig spielen Faktoren aus dem nahen Umfeld des Betroffenen eine wichtige Rolle.

 

Arten von Essstörungen
Bulimia nervosa ist die häufigste aller Essstörungen, an der nach Schätzungen 600.000 Deutsche leiden. Sie trifft zumeist Mädchen in den Zwanzigern, kann aber auch bei weitaus jüngeren Menschen auftreten.

Noch vor der Pubertät beginnt oft der Leidensweg derjenigen, die an Anorexia nervosa erkranken. Auch hier sind Mädchen besonders gefährdet. Die Zahl der Betroffenen in Deutschland wird hier auf 100.000 geschätzt. Der Adoniskomplex hingegen ist ein typisches Problem junger Männer, er kann sich zu einer Magersucht entwickeln. Leistungssportler kämpfen mit den Auswirkungen der Anorexia athletica, die sich ebenfalls zu einer Magersucht ausweiten kann. Immer häufiger werden Erkrankungen an Orthorexia nervosa (die Sucht nach gesundem Essen) gemeldet, die sich unter Frauen und Männern mittleren Alters ausbreitet. An unkontrollierten Essattacken (Binge-Eating-Syndrom) leiden ebenfalls zunehmend beide Geschlechter. Man vermutet, dass bereits 1,5 Millionen Menschen allein in Deutschland betroffen sind. Hier besteht die Gefahr übergewichtig zu werden.

 

Mischformen
Die Übergänge zwischen den verschiedenen Arten von Essstörungen sind häufig fließend. Oft leiden Betroffene an Mischformen der Krankheiten. Bulimie kann zu Anorexie führen und umgekehrt. Bei langen Krankheitsverläufen zeigen die Erkrankten teilweise erst stärker die Symptome der einen, dann wieder der anderen Sucht. Die Anzahl an Essgestörten steigt Jahr für Jahr an. Mittlerweile sind auch immer mehr Männer betroffen. Man schätzt, dass mittlerweile fünf bis zehn Prozent der Bulimiker und Magersüchtigen männlich ist.