Untervermietung: Das sind Ihre Rechte und Pflichten

Jeder kann sich etwas Geld dazuverdienen, indem er einen Raum zur Untervermietung freistellt. Welche Pflichten damit verbunden sind, erfahren Sie hier.


Eine Untervermietung besteht dann, wenn der Mieter einem Dritten den Gebrauch der Mietsachen auf der Grundlage eines Mietvertrages gegen Entgelt überlässt. Mit anderen Worten, wenn Sie ein freies Zimmer haben und dieses gegen einen monatlichen Betrag an einen Bekannten weitergeben, nutzen Sie das Prinzip der Untervermietung.

Erlaubnis durch den Vermieter
Nach § 553BGB steht dem Mieter die Erlaubnis auf Untervermietung zu. Zwar müssen bstimmte Voraussetzungen erfüllt sein, aber generell darf der Vermieter dieses Recht nicht verweigern. Es ist im Ernstfall sogar vor Gericht einklagbar. Verweigert der Vermieter das Recht, besitzt der Mieter ein außerordentliches Kündigungsrecht, kann also ohne die Einhaltung von Fristen seine Mietwohnung kündigen. Obwohl Sie ein Unterermietungsrecht besitzen, müssen Sie den Vermieter in jedem Fall um die Erlaubnis bitten. Tun Sie dies nicht, droht eine Abmahnung mit darauffolgender Kündigung.

Voraussetzungen für Untermiete
Es gibt einige Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, sodass der Vermieter sein Ok geben kann.
Wichtig ist zum Einen, dass der Mieter die Wohnung nach wie vor teilweise mitbewohnt. Des Weiteren darf es nicht zu einer Überbelegung der Wohnräume kommen. Der Mieter muss entweder ein persönliches oder wirtschaftliches Interesse an einer Untervermietung besitzen. Nachdem der Vermieter seine Erlaubnis erteilt hat, muss der Mieter gegebenenfalls einen Untermietzuschlag leisten. Neben dem Hauptmieter hat auch der Untermieter gewisse Verpflichtungen und Rechte. Sagt dem Vermieter beispielsweise die betreffende Person nicht zu, kann er die Erlaubnis dennoch verweigern und auf einem anderen Untervermieter bestehen. Der Vermieter besitzt das Recht, sowohl den Namen als auch die Adresse des Untervermieters zu erfahren.

Verhältnis Hauptmieter – Untermieter
Für alle auftretenden Schäden in der Wohnung ist allein der Hauptmieter verantwortlich. Ansonsten gelten zwischen Hauptmieter und Untervermieter dieselben Plichten und Rechte, die auch zwischen Mieter und Vermieter gelten. So darf der Untermieter beispielsweise die Miete mindern, wenn Mängel auftreten oder er nicht den gesamten Wohnraum nutzen kann.
Um allen etwaigen Schwierigkeiten von vornherein aus dem Weg zu gehen, sollte immer ein schriftlicher Vertrag zwischen Hauptmieter und Untermieter geschlossen werden. So wird ausgeschlossen, dass der Untermieter länger bleibt, als einem lieb ist oder die Miete nicht gezahlt wird. Im Vertrag sollten die Mietzinshöhe, das Mietobjekt – also welche Räume bewohnt werden – der Kautionsanteil sowie die Höhe der Betriebskosten aufgeführt sein. Darüber hinaus sollte auch festgelegt sein, wie lange die Dauer der Untermiete bestehen bleiben soll. Wenn der Hauptmietertrag gekündigt wird, ist auch der Untermietvertrag hinfällig.

Sonderfall WG
In einer Wohngemeinschaft sind mehrere Alternativen denkbar. So kann ein Bewohner als Hauptmieter auftreten, während die Mitbewohner mit ihm einen Untermietvertrag abschließen. Dies hat aber den Nachteil, dass allein der Hauptmieter alle Pflichten gegenüber dem Vermieter zu erfüllen hat. Kommt es zu Mietrückständen, muss er allein dafür haften.
Eine weitere Möglichkeit ist, dass alle Bewohner Hauptmieter werden. Hier treten aber Schwierigkeiten auf, wenn einer ausziehen möchte. In so einem Fall kann eine sogenannte Nachfolgeklausel Probleme verhindern. Alle Parteien haften gleichermaßen für eventuell entstehende Schäden oder Mietausfall.