Die Heimat des Fußballklubs FC Erzgebirge Aue, den Schwibbögen, des Holzmichels und des Trabanten entführt Besucher in eine mythische Welt, die Spannendes, Ungewöhnliches und Traditionelles zu bieten hat. Das Erzgebirge, natürliche Grenze zwischen Sachsen und Böhmen, besitzt viele klangvolle Namen, Miriquidi ist nur einer von ihnen. Übersetzt bedeutet der Begriff Dunkelwald und düster wird es nicht nur in den zahlreichen Legenden der Region.
Natur hautnah erfahren
Die opulente Mittelgebirgslandschaft hat noch weitaus mehr zu bieten als Berge. So wird die Region auch durch weite Wälder, Kammlagen, saftige Wiesen und unberührte Landschaftsstriche geprägt. Bei einem Urlaub im Erzgebirge kann man auf zahlreichen Naturlehrpfaden mehr über die Wunder von Mutter Erde lernen. Kein Geografie- oder Biologieunterricht könnte spannender sein. In den verschiedenen Naturparks und -zentren des Erzgebirges ist die Chance groß, dass man wieder in Kontakt zur Natur und deren Ursprünglichkeit kommt. Mit allen Sinnen genießen – so lautet auch das Motto in den vielen Kräutergärten der Region, beispielsweise der Kräutergarten Oberwiesenthal, lädt interessierte Urlauber in seine Gefilde ein. Ein besonderes geologisches Highlight ist das Greifsteinmassiv, vor dessen beeindruckender Kulisse regelmäßig Konzerte sowie Theater- und Kinovorstellungen stattfinden.
Spannende Handwerk-Historie
Das Erzgebirge weist eine abwechslungsreiche Geschichte auf, die Urlauber vielerorts nachvollziehen können. Zahlreiche Burgen und Schlösser erzählen spannende Geschichten von Rittern und Königen, welche die historischen Gemäuer einst bewohnt haben. Ein Geheimtipp ist die Burg Scharfenstein; hier können Besucher nicht nur den Hauch der Geschichte einatmen sondern auch entdecken, staunen, spielen und ausprobieren, sozusagen eine interaktive Geschichtsstunde für jede Altersklasse. Auch der Besuch eines der unzähligen Schaubergwerke sollte bei einem Aufenthalt im Erzgebirge mit eingeplant werden, denn ohne den traditionsreichen Wirtschaftszweig wäre die Region vielleicht auch heute noch ohne ihren klangvollen Namen. Das Bekannteste unter ihnen: der Frohnauer Hammer; das ursprünglich als Getreidemühle erbaute Werk stellt heute eines der ältesten Museen seiner Art dar. Auch auf der Silberstraße – die sich von Zwickau bis nach Dresden erstreckt – kann die lange Geschichte des wichtigen Industriezweigs nachvollzogen werden.
Ein kleiner Tipp zum Schluss: Mit der Erzgebirgscard erhalten Sie freien Eintritt in viele Einrichtungen.
Volkskunst mit Herz
Das Erzgebirge verbindet Tradition und Moderne auf äußerst angenehme Weise. In den Metropolen der Region finden Besucher typisches Großstadt-Flair, während sich in den ländlichen Regionen die alten Traditionen bewahrt haben. Besucher erhalten interessante Einblicke in die Wunder alter Handwerkskunst, so können sie zum Beispiel in einer Glasbläserei, einer Posamentenfertigung, einer Porzellanherstellung oder einer Perlenstickerei mehr über die alten Wirtschaftszweige erfahren. Besondere Beachtung sollte auch die typisch erzgebirgische Volkskunst finden. In lauschigen kleinen Läden und Produktionshallen finden Sie bestimmt den ein oder anderen Holzartikel, der Sie an den Aufenthalt im Erzgebirge erinnern wird. Für die männlichen Besucher empfiehlt sich besonders die Bierroute, ein Rundgang durch die zahlreichen kleinen und großen Brauereien der Region, ein Abstecher im Sächsischen Brauereimuseum oder ein Bierseminar in Zwickau wird Ihnen auch diese Seite des Erzgebirges näher bringen.
Weihnachtsland Erzgebirge
Das Erzgebirge ist über die Grenzen Deutschlands hinaus als „Weihnachtsland“ bekannt und beliebt geworden. Wenn sich Ihnen die Gelegenheit bietet, sollten Sie unbedingt im Winter in diese Region reisen. Denn zu dieser Zeit entfaltet das Erzgebirge all seine überwältigende Schönheit. In den Fenstern stehen die berühmten Schwibbögen und illuminieren auf romantische Weise die Umgebung. Auch Nussknacker, Räuchermännchen sowie Bergmanns- und Engelsfiguren gehören zum typischen Erzgebirgs-Ambiente. Vielleicht kommen Sie sogar in den Genuss des traditionellen Festessens – dem „Neunerlei“ oder sind bei einer, unter Tage abgehaltenen, Mettenschicht live dabei. Oder Sie schauen auf einen kurzen Abstecher in die Annaberger Stube vorbei, hier können Besucher das alte Handwerk des Spitzenklöppelns hautnah miterleben. Auch die Seiffener Spielzeugwerkstatt ermöglicht faszinierende Einblicke in ein typisch erzgebirgisches Gewerbe.
Schneespaß im Erzgebirge
Das Erzgebirge ist eine schneesichere Region, auch deshalb ist Urlaub im Erzgebirge wie ein Aufenthalt im Sportparadies, das keine Wünsche offen lässt. Besonders aber im Winter werden Aktivurlauber voll auf ihre Kosten kommen. Zu den bekanntesten und beliebtesten Urlaubs- und Skizentren gehört Schöneck Klingenthal, aber auch die Kurgebiete Bad Elster und Bad Brambach sind Orte, die Besucher jederzeit herzlich willkommen heißen. Der Komfort kleiner Pensionen und Ferienhäuser gepaart mit gut ausgestatteten Loipen und kurvigen Hängen versprechen perfektes Urlaubsvergnügen.
Aber auch Urlauber, die sich selbst eher als gemütlich bezeichnen würden, sind hier bestens aufgehoben. Das Zeiss-Planetarium Schneeberg, zahlreiche Minigolfanlagen, Abenteuerspielplätze, Tierparks und die Bowling-Ranch „Zum Goldgräber“ gestalten den Urlaub auch für die Kleinsten zu einem unvergesslichen Erlebnis.