Urlaub im Kloster: Zur Ruhe kommen

Zur Ruhe kommen, dem hektischen Alltag entfliehen und entschleunigen - viele Menschen entscheiden sich bewusst für einen Urlaub im Kloster.


Die Ruhe genießen, entspannen, der Hektik entkommen und meditieren:Viele Menschen kommen diesem Ziel durch einen Urlaub im Kloster näher. Ob man sich nur ein paar Tage oder gleich einige Wochen Auszeit gönnt, kann dabei jeder selbst entscheiden. Auf jeden Fall gibt man Körper, Geist und Seele die Möglichkeit zu entspannen. Statt den Jahresurlaub also am Mittelmeer zu verbringen, lockt viele die Abgeschiedenheit des Klosters. Der Wunsch, wieder zu sich selbst finden und sein eigenes Leben zu vereinfachen, stehen meist hinter einem Aufenthalt im Kloster.

Gelebte Gastfreundschaft
In Benediktinerklöstern, genau wie in vielen anderen Klöstern, praktiziert man die Gastfreundschaft nach dem Leitsatz des heiligen Benedikts: „Alle Fremden, die kommen, sollen aufgenommen werden wie Christus.“ Schließlich ist die Gastfreundschaft zentral im christlichen Glauben. Abhängig vom Kloster variiert das Angebot für die Besucher. So sind manchmal Fastenkuren, Musikmeditation, Töpferhandwerk oder Bogenschießen im Angebot. Meist steht der Umgang mit der Natur im Vordergrund, so werden häufig Heilkräuterkurse oder Pilzwanderungen durchgeführt. Oft ist auch die Ernährung naturbelassen. Die Übernachtung in christlichen Klöstern kann zwischen 15 und 90 Euro kosten.

Inspiration für den Alltag
Ein Klosteraufenthalt kann helfen, Orientierung zu geben. Auch für Nichtkirchgänger ist es möglich, eine Zeitlang ins Kloster zu gehen. Während man in manchen Klostern einen angenehmen Wellnessurlaub verbringen kann, gilt in anderen dagegen immer noch das Schweigegebot. Gerade bei kleineren Orden ist es für den Gast meist verpflichtend, Gebete und Stillezeiten zu respektieren. Manchmal verpflichtet man sich auch dazu, im Garten oder der Küche mitzuarbeiten. Vor dem Klosteraufenthalt sollte man sich deshalb über seine Wünsche und Vorstellungen klarwerden.

Im buddhistischen Kloster
Natürlich ist auch ein Urlaub im buddhistischen Kloster möglich. Hier geht es vor allem darum zu lernen, achtsam nicht nur mit den Mitmenschen, sondern auch mit der Natur umzugehen. Alles, selbst die bedeutungsloseste Alltagshandlung, soll bewusst wahrgenommen werden, hierbei handelt es sich im weitesten Sinne um eine Form der Meditation.

Tagesablauf in einem Zen-Kloster
Der Tag beginnt meist mit Meditation und Tai Chi, es wird gemeinsam gekocht und gegessen. Zwischen den Aktivitäten gibt es immer wieder Ruhepausen, gleichzeitig besteht die Möglichkeit Gespräche zu führen und einen aktiven Gedankenaustausch zu betreiben. Gemeinsam werden Früchte, Kräuter oder Holz gesammelt, oder japanische Gartenkunst betrieben. Nach einem gemeinsamen Abendessen klingt der Tag am Kamin- oder Lagerfeuer aus.

Erfahren Sie mehr zum Prinzip der Entschleunigung.